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Ein Welpe kommt in die Familie

ich so, mit 5 Wochen
ich so, mit 5 Wochen

An erster Stelle steht natürlich die Frage, ob Sie und Ihre Familie die Verantwortung für das neue Familienmitglied “Welpe” gut besprochen haben und sich jeder der neuen Aufgabe bewusst ist. Die Betonung liegt auf „jeder“. Ein großer Garten ist schön, aber als Auslaufzone für Ihren Hund keinesfalls ausreichend. Er möchte – genau wie Sie – die Welt erkunden, und zwar mit Ihnen gemeinsam.

Sasha oder auch “Sashi-Spatz”

Ein Welpe hält Einzug

Das heißt, mindestens einmal am Tag  – je nach Rasse – für mindestens ein bis eineinhalb Stunden mit ihm spazieren gehen. Bei Sonne, bei Regen, bei Schnee, bei Ekelwetter. Und ganz wichtig, nur ein gut erzogener Hund ist ein Hund, mit dem das gemeinsame Leben Spaß macht. Also sollten Sie sich mit grundlegenden Erziehungsmaßnahmen beschäftigen. Haben Sie dazu Lust?
Oder möchten Sie vielmehr ein Kuscheltier? Sind Sie in der Lage, konsequent zu handeln? Bleiben Sie ruhig und gelassen, auch wenn der Hund etwas zerstörte? Wissen Sie schon, in welche Welpenschule Sie mit dem oder der Kleinen gehen? Sozialkontakt ist enorm wichtig! Ohne Ihnen auf die Pelle rücken zu wollen – wie sieht es mit Ihren Finanzen aus? Reicht das Geld – auch wenn sich eine chronische Krankheit bei Ihrem Hund herauskristallisiert? Sie brauchen nicht abzuwinken, dass das schon nicht passiert, Beispiele? Gerne: Nele, hier schon ausführlich vorgestellt, leidet seit ihrem dritten Lebensjahr an einer Schilddrüsen-Unterfunktion. Täglich eine Tablette. Kostet Geld. Amy – leidet an einer Hausstaubmilben-Allergie. Regelmäßige Spritzen und kompletter Austausch von Teppichen, Körbchen und Schnick-Schnack. Kostet ein Heiden-Geld. Hinzu können Tierarzt-Besuche kommen, die einem Notfall gleichen – gerne natürlich am Wochenende. Kostet richtig viel Geld. Also – zuerst die Finanzen checken, dann geht es weiter.

Ist das alles gut durchdacht, erfolgt der nächste Schritt: die Wahl des Hundes. Achten Sie darauf, dass der Energielevel des Hundes zu dem Ihren passt. Sind Sie eine eher sportliche Familie mit vielen Unternehmungen oder eher die Ruhigen, die es gerne gemütlich angehen lassen? Entsprechend sollten Sie den neuen Zögling aussuchen. Anschaffungen wie Hundekörbchen und Futternäpfe können Sie schon im Vorfeld organisieren.

Ein Welpe bleibt ein Hund – und sollte auch so behandelt werden

Bei der Auswahl von Halsband und Leine sollten Sie warten, bis Sie wissen, wie klein/groß er oder sie ist.

So, es ist soweit, das neue Familienmitglied ist ausgesucht und soll heimgeholt werden. Hierbei sollten Sie einiges unbedingt beachten. Auch wenn alle restlos begeistert von der Fellnase sind und ihn unglaublich süß finden, sollte er als „Hund“ in ihr Heim einziehen dürfen.

Welpen sind einfach schnuckelig!
Welpen sind einfach schnuckelig!

Das heißt, lassen Sie ihn auf sich zukommen und überhäufen ihn nicht mit Liebesbekundungen, bevor er Sie nicht kennt. Machen Sie zunächst einen welpengerechten Spaziergang mit ihm, bevor Sie ihn in Ihr Haus bringen. Lassen Sie ihn nicht als Erster ins Haus gehen – und:tragen Sie ihn keinesfalls in das neue Heim! Er muss warten, bis die ganze Familie im Haus ist und er dann eingeladen wird, Ihnen zu folgen. Jetzt kommt es darauf an ob Sie sich Ihr neues Familienmitglied aus einem Tierheim oder einen Welpen aus einem Privathaushalt geholt haben. Sie müssen bedenken, dass ein Tierheimhund meist keine Strukturen kennt, sodass Sie mit ein wenig anders an die Sache herangehen müssen als bei einem Welpen. Sie müssen nun der Rudelführer sein, der ihm die notwendigen Strukturen aufzeigt.

Bewahren Sie Ruhe und Geduld

Nachdem Sie ihn nun in Ihr Haus eingeladen haben, führen Sie ihn auf das Lager, das künftig sein Ruheplatz sein wird, und zeigen ihm damit zunächst die Grenzen innerhalb Ihres Hauses auf.

Wenn Sie alles richtig machen möchten, dann wäre es sinnvoll, wenn Sie sich einer Dusche unterziehen und Ihre Kleidung wechseln, sodass Sie den Geruch des Tierheims, der auch an Ihnen haftet, abstreifen. Ihr neuer Wegbegleiter könnte diesen Geruch mit der Angst und Frustration aus dem Tierheim verbinden. So geben Sie ihm von Beginn an Entspannung und Sicherheit. Nachdem Sie Ihren Schützling gefüttert haben und er nun nach all den Aufregungen des Tages ein wenig müde ist, können Sie ihm eine kleine Führung durch den Rest Ihres Hauses anbieten.

Achten Sie darauf, dass Sie das mit Ruhe und Gelassenheit tun, so wird auch Ihr Hund nicht in Aufregung geraten. Räume, in denen er sich nicht aufhalten soll, schließen Sie von der Hausführung aus. So lernt Ihr Hund von Anfang an, dass diese Räume tabu für ihn sind. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, dass Ihr Hund deswegen vielleicht traurig sein könnte. Hunde ticken völlig anders als Menschen, für ihn wird das völlig in Ordnung sein. Viel wichtiger ist Ihre innere Ruhe für Ihren neuen Freund.

Ihre Unruhe löst Angst aus

Geraten Sie in Unruhe, wird auch er es tun und womöglich Panik bekommen, da er Sie ja noch gar nicht kennt. Das Vertrauensverhältnis Ihres Hundes zu Ihnen muss ja erst aufbauen. Das Wichtigste, was Sie nun täglich zu tun haben, sind lange gemeinsame Spaziergänge an der Leine. Hierbei gehen Sie mit ihm in Ihrer gesamten Umgebung alles ab, sodass er sein Umfeld gut kennenlernen kann. Auch hier ist von größter Wichtigkeit, dass Sie immer gelassen und ruhig bleiben, damit Ihr Hund die nötige Sicherheit bekommt und sich zwischen Ihnen und ihm Freundschaft entwickeln kann.

All das gilt natürlich auch für den Rest der Familie. Jeder muss nach den gleichen Regeln handeln, jeder muss mit ihm spazieren gehen und jeder muss ihm gleichermaßen Zuwendung geben. Wenn Ihr Hund binnen kürzester Zeit ein treuer Freund und Weggefährte ist, haben Sie alles richtig gemacht.

Welpen müssen die Welt erkunden
Wer an alles dachte, fühlt sich wohl…

 

Wenn das nicht der Fall ist, haben Sie innerhalb kürzester Zeit ein Problem. Deshalb ist es in jedem Fall besser, wenn Sie sich „vor“ der Anschaffung Ihres neuen Freundes genau über die richtige Erziehung eines Hundes informieren. Nur wenn sich alle Familienmitglieder einig sind und alles richtig machen möchten, können Sie über die Anschaffung einer Fellnase nachdenken. Ansonsten wäre es besser, Sie kaufen sich ein Stofftier.

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