Sasha - die Sonne scheint aus dem Hintern

Sasha und die Bienen

Was hat Sasha mit Bienen zu tun? Eigentlich Nichts! Aber Sasha und die Bienen stehen auf Kriegsfuß, denn Sasha hat eine ausgeprägte Bienenstich-Allergie.
Woher wir das wissen? Wir mussten nun schon zweimal zuschauen, was passiert, wenn Sasha einer Biene zu nahe kommt.
Deswegen möchte ich euch heute erzählen, was passiert, wenn euer Hund eine Bienenstich-Allergie hat und was ihr tun müsst.

Gibt es hier Bienen?

Der erste Bienenstich

Als Sasha etwa ein Jahr alt war, ist sie auf eine Biene getreten, die hat ihr promt in den Fuß gestochen. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht was passiert war, wir sahen nur eine Sasha, der es buchstäblich von einem Moment auf den nächsten schlecht ging. Sie rang nach Luft, gab eigenartige Geräusche von sich und war sehr schnell zu schwach, um weiterzulaufen.
Da es recht warm war und Sasha ziemlich viel herumgetobt war, nahmen wir zunächst an, dass sie sehr durstig war. Wir waren nur auf einem kleinen Spaziergang und hatten kein Wasser dabei. Also nahm Martina sie hoch und rannte so schnell sie konnte mit ihr nach Hause. Dort angekommen stellte sich zumindest schnell heraus, dass es kein Durst war, denn Sasha nahm nur zwei drei kleine Schlückchen Wasser zu sich. Und es ging ihr dann relativ flott wieder gut. Wir waren etwas ratlos und gingen dann am nächsten Tag zu Frau Doktor.
Wir erklärten ihr was passiert war, aber auch sie konnte sich keinen Reim darauf machen.
Irgendwann vergaßen wir das Ganze dann wieder, es kam kein zweites Mal vor.
Bis….. , ja bis zum Herbst 2017!

Weg vom Boden, da sind Bienen

Der zweite Bienenstich

Martina war schon am frühen Morgen unterwegs und hatte Sasha mitgenommen. Amy hatte mal wieder einen Husten und Nele ist kein Frühaufsteher, also waren die beiden alleine unterwegs.
Etwa 45 Minuten nach ihrem Aufbruch kam Martina mit einer völlig kranken Sasha wieder heimgerast. Was war passiert?
Martina erzählte mir, dass Sasha sich plötzlich hinsetzte und sich hektisch an der Unterseite ihrer rechten Pfote schleckte. Keine zwei Minuten später legte sie sich hin und es ging ihr sehr schlecht. Martina nahm sie hoch und sie begann in diesem Moment zu spucken, sehr krampfartig und in kurzen Abständen. So rannte sie mit ihr nach Hause. Sasha war ein Bündel Elend und wir fuhren sofort mit ihr zu unserer Tierärztin.
Nachdem Martina geschildert hatte was passiert war, untersuchte Frau Doktor die Pfote und es stellte sich heraus, dass sie dort einen Bienenstich hatte.
Jetzt erklärte sich das ganze Geheimnis.

Dich besiege ich mit links!

Sasha und die Bienen

Sasha reagiert schwer allergisch auf Bienengift. Durch den Stich gelangte das Gift zwar auch in ihren Körper, aber nicht so schnell. Durch das Aufschlecken des Bienengiftes mit ihrer Zunge katapultierte sie sich quasi in einen anaphylaktischen Schockzustand.
Da ihr diesmaliger Zustand dem ihres ersten Zusammenbruchs vor zwei Jahren glich, ist davon auszugehen, dass sie auch damals einen Bienenstich erlitt. Unsere Tierärztin erklärte uns, dass  die Symptome der Bienenstich-Allergie bei jedem weiteren Stich stärker in Erscheinung treten. Da Sasha wirklich sehr heftig reagiert, kann es das nächste Mal auch tödlich sein. Super!!!

Auf Wachposten

Was tun?

Wir können Sasha ja nun schlecht während der ganzen warmen Jahreszeit (Bienenzeit) durch die Gegend tragen und solch einen Vorfall können wir auch nicht vermeiden.
Das Einzige was wir tun können ist immer, wirklich immer, ein Notfallset für Allergiker auf jeden Spaziergang mitzuführen.
Ein solches Notfallset besteht aus einer Injektionsspritze mit Adrenalin und Kortison. Das Adrenalin verengt in kürzester Zeit die Gefäße und stabilisiert so den Blutdruck sowie den Kreislauf.
Das Kortison wirkt abschwellend und sorgt dafür, dass die allergischen Reaktionen schnell nachlassen.
Ich muss wohl nicht betonen, dass wir ohne dieses Notfallset nicht mehr das Haus verlassen. Es war schlimm mit anzusehen, wie schnell es Sasha richtig schlecht ging und wir nichts tun konnten. Nun sind wir vorbereitet!

 

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