Hund hustet – was tun?

Hundehusten
Hundehusten
Meist fängt es ganz harmlos an – der Hund hustet plötzlich und unvermittelt los. Als Frauchen oder Herrchen schaut man dann schon etwas erschrocken aus der Wäsche. Die Ursachen können vielfältiger Natur sein. Ein gelegentlich auftretender Hustenreiz ist im Normalfall nicht weiter schlimm, es ist eine reine Schutzfunktion der Atemwege. Hustet dein Hund hingegen öfter oder erbricht er gar dabei, muss unbedingt ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Denn es könnte sich um einen Fremdkörper handeln, der sich in die Atemwege des Vierbeiners verirrt hat. Möglicherweise hat sich dein Hund aber auch erkältet. So geschehen bei unserem Hunde-Fuhrpark. Eine unserer drei Mädels zog sich eine schlimme Erkältung zu und wir waren mit ihr Dauergast bei unserer Tierärztin. Amy-Hund hustete wie verrückt, ein schrecklicher Anblick des Hundemädchens. Bei jedem Husten erbrach sie sich lautstark. Hund hustet – was tun? Schauen wir mal!
Hund hustet - was tun?
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Mögliche Ursachen für Husten beim Hund

Was können die Auslöser für das Husten sein? Die Palette der Symptome ist lang. Vielleicht hat er sich verschluckt oder ein Fremdkörper steckt in seinen Atemwegen, vielleicht ist er aber auch erkältet.  Schauen wir mal was alles einen Husten beim Hund auslösen kann.
  • Erkältung
  • entzündete Bronchien
  • entzündete Luftröhre
  • Infektion durch einen Virus, durch Bakterien oder durch Parasiten
  • klassisches Verschlucken
  • allergische Reaktion der Bronchien
  • ein angeborener Herzfehler (Wasser in der Lunge)
  • ein Lungenlappen hat sich möglicherweise verdreht
  • Missbildung der Atemwege durch falsche Züchtungen (Mops, Pekinese)
  • Tumor
  • Asthma
Ein Hundehusten ist mit unserem Husten nicht wirklich vergleichbar. Beim Hund hört es sich eher an als hätte er sich verschluckt. Manchmal geht es mit einem Würgen einher oder er hechelt sehr abgehackt. Oftmals müssen sich Hunde nach dem Husten übergeben. Bei einem trockenen Husten keucht der Hund eher und es kann sein, dass er Atemnot bekommt. Hier musst du besonders auf deine Fellnase achten, denn diese Art von Husten kann gefährlich für ihn werden. Beim produktiven Husten kommt es meist zu einem Auswurf von weißem Schleim oder Speichel, auch Blut kann sich im Auswurf befinden. Ein Husten kann sporadisch auftreten und akut sein, aber auch chronisch und somit schwer behandelbar sein. Aufpassen musst du, wenn eine Ansteckungsgefahr besteht, weil dein Hund eine bakterielle oder virale Infektion hat oder andere Hunde eine solche mitbringen. Eine solche Nachricht verbreitet sich normalerweise schnell unter Hundeleuten. Wenn dein Hund hustet und niest, musst du zum Tierarzt um das abklären zu lassen. Hat dein Hund eine ein solche Infektion lass ihn nicht zu anderen Hunde, damit diese sich nicht anstecken, er will eh seine Ruhe haben und Zuhause bleiben.
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Arten der Symptome

Wenn dem Husten ein Röcheln folgt, dann ist das meist ein trockener Husten, der hervorgerufen werden kann durch zu trockene Luft (Klima im Auto, Heizung in der Wohnung). Wenn dein Hund immer dann hustet, wenn er aufgeregt ist, kann die Ursache hierfür im Herzen zugrunde liegen. Ist der Hund aufgeregt pumpt seine linke Herzseite mehr mit Sauerstoff angereichertes Blut von der Lunge in den Körper. Das kann dann zu einer unbemerkten Erkrankung führen. Schreitet diese unbemerkt fort, könnte sich durch den ständigen Rückstau, Wasser im Lungengewebe ansammeln. Das wiederum verhindert einen normalen Gasaustausch, der Hund wird kurzatmig und muss infolge dessen husten. Wenn dein Hund Blut mit aushustet, musst du sofort zum Tierarzt, es könnte ein Tumor sein oder er hat eventuell beim Herumtoben etwas in die Luftröhre bekommen, was da nicht hingehört, zum Beispiel ein kleines Ästchen oder der Dorn von einem Gebüsch.
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Wenn du dich noch ausführlicher über das Thema Husten beim Hund belesen möchtest, dann kannst du das hier tun: https://tierisch-gesundes.de/husten-beim-hund/

Hund hustet – was tun?

Hustet dein Hund mehr als drei Tage steht ebenfalls ein Besuch beim Tierarzt an, um zu erfahren was die Ursache für seinen Husten ist. Steht eine Diagnose fest, wird dein Tierarzt dir einen Therapieplan mit auf den Weg geben. Bei einem normalen Erkältungshusten kannst du mit Hustensaft für Hunde agieren. Ein guter Hustensaft zeichnet sich durch eine Kombination verschiedener, für die Atemwege relevante ätherische Kräuter aus. Der Hustensaft für Hunde “Bronchio Liqiuid” beinhaltet genau eine solche Kräutermischung und ist wohltuend und lindernd für die Atemwege deines Husten geplagten Hundes. Auch ein Mangel an Kräutern und vitalstoffreichen Futterpflanzen führt in der Tierernährung zu einer Unterversorgung an physiologischen Vital- und Wirkstoffen. Dazu gehören auch ätherische Kräuterextrakte, die als natürlicher Nahrungsbestandteil eine wichtige Funktion bei der Feucht- und Reinhaltung der Atemwege spielen.
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Weitere Infos

Gelegentliches Husten beim Hund ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Zumindest dann, wenn der Hund ansonsten gesund ist. Doch genau wie bei uns Menschen wird Husten dann zum Problem, wenn er stetig wiederkehrt. Oder aber, wenn der Hund einen kranken Eindruck macht. Husten ist oft mit anderen Krankheiten verbunden – jeder kennt den berühmten Erkältungshusten. Ein im Grunde begleitendes Symptom einer Erkältung. In diesem Artikel geht es um die verschiedenen Formen von Husten. Aber auch um Behandlungsmöglichkeiten und infolgedessen um vorbeugende Maßnahmen.

Husten beim Hund – die Ursachen

Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten können die oberen Atemwege eines Hundes, Lungengewebe (Pneumonie), Atemwege (Bronchitis) oder eine Kombination davon (Bronchopneumonie) infizieren. So kann es anschließend zum Husten führen. Zwingerhusten ist beispielsweise die häufigste infektiöse Ursache des Hustens und zudem hochansteckend. Die Ursachensuche ist überdies nicht so einfach, sie reicht von Erkrankungen der Luftröhre über den Kehlkopf, Lungen, Bronchien bis hin zum Herz-Kreislauf-System. Auch ein Fremdkörper kann ursächlich für den Husten beim Hund sein. Ebenso Lungentumore, Lungenentzündung, Allergien, verengte Atemwege oder Abszesse können sich für den Husten verantwortlich zeigen.
Ein Hund, der offensichtlich Schmerzen beim Husten hat, muss sofort zum Tierarzt. Hunde, die über einen Zeitraum von zwei Tagen husten, sollten ebenfalls dem Tierarzt vorgestellt werden. 

Husten im Zusammenhang mit Herzwurmerkrankungen

Herzwürmer werden durch Mückenbisse übertragen. Die Larvenformen des Parasiten können beim Spaziergang ganz einfach von einem Hund aufgenommen werden. Die Larven wandern zu Herz und Lunge des infizierten Hundes, wo sie zu Spaghetti-ähnlichen Erwachsenen heranreifen. Ihre Anwesenheit und die daraus resultierende Entzündung kann zu potenziell tödlichen Herz- und Lungenschäden führen.

Husten im Zusammenhang mit Herzerkrankungen

Viele verschiedene Arten von Herzerkrankungen können Hunde im Grunde zum Husten bringen, einschließlich Mitralklappenendokardiose (Klappenerkrankung des Herzens), dilatativer Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung), kongestiver Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und viele weitere Herzerkrankungen. Je nach Art der Herzerkrankung verschreibt der Tierarzt unter Umständen eine Kombination von Medikamenten. Diese sollen die Arbeit des Herzens erleichtern beziehungsweise es effizienter machen. Hier wird natürlich auch dem Blutdruck Beachtung geschenkt, das Ziel liegt darin, ihn zu normalisieren. Andere Eingriffe wie eine Operation oder die Platzierung eines Herzschrittmachers können in einigen Fällen sinnvoll sein.

Husten im Zusammenhang mit kollabierender Luftröhre

Kleine Hunde haben ein erhöhtes Risiko für eine Schwächung der Knorpelringe, die die Luftröhre teilweise umschließen. Dadurch kollabiert die Luftröhre in sich selbst, was zu Luftröhrenreizungen und einem chronischen Husten führt, der oft als Gänsehaut bezeichnet wird. Medikamente, die die Atemwege erweitern, Entzündungen vermindern, Husten unterdrücken und Sekundärinfektionen behandeln, können helfen, aber in schweren Fällen ist eine Operation notwendig, um diesen Hunden eine akzeptable Lebensqualität zu bieten.

Husten im Zusammenhang mit Kehlkopflähmung

Hunde mit Kehlkopflähmung können den Durchgang in ihre Luftröhre nicht vollständig öffnen. Meist resultiert das aus einer Schwäche der Nerven heraus, die die umgebenden Muskeln kontrollieren. Dies führt zu Husten und Atemnot. Eine Operation, die eine Seite des Kehlkopfes dauerhaft offen hält, kann die Atmung von Hunden mit Kehlkopflähmung erleichtern, stellt aber auch ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) dar, was wieder eine weitere Ursache für Husten bei Hunden darstellt.

Husten im Zusammenhang mit chronischer Bronchitis

Wenn ein Hund aufgrund einer chronischen Entzündung der Atemwege hustet und keine andere Ursache festgestellt werden kann, ist eine chronische Bronchitis die wahrscheinlichste Diagnose. Hunde mit chronischer Bronchitis neigen dazu, einen trockenen, bellenden Husten zu haben, der sich mit der Zeit verschlechtert. Die Behandlung umfasst Medikamente, die Entzündungen vermindern und die Atemwege erweitern. Idealerweise werden sie durch Inhalation verabreicht, um mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren, aber sie können auch systemisch verabreicht werden.

Husten bei Fremdkörpern

Manchmal atmen Hunde Fremdkörper oder Gegenstände ein, die sich dann in ihren Atemwegen befinden. Die natürliche Reaktion des Körpers besteht darin, zu versuchen, es auszuhusten. Sollte dies nicht gelingen, muss das Material entweder mit einem Endoskop oder durch eine Operation entfernt werden.

Husten im Zusammenhang mit Tumoren

Husten ist oft eines der ersten Symptome, wenn der Hund einen Tumor hat. Es können Teile der Atemwege, des Herzens oder des umliegenden Gewebes betroffen sein. Die Behandlung kann eine Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder Palliativtherapie beinhalten.

Die Diagnose der Ursache eines Hundehustens

Der erste Schritt bei der Behandlung des Hustens eines Hundes besteht in der zugrunde liegenden Ursachensuche. Der Tierarzt wird über die Anamnese (Befragung über die Kranken- Gesundheitsaspekte) sich zuerst einen Überblick verschaffen. War der Hund auf Reisen? Ist er an einem kalten Wintertag in das eisige Wasser zur Entenjagd gehüpft? Was markierte den Beginn des Hustens, wie ging es weiter? Hustet der Hund nach dem Fressen mehr? Nachts? Bei Bewegung? Solche und ähnliche Fragen dürften wohl die erste Untersuchungsmethodik beinhalten.  Abhängig von der individuellen Situation des Hundes kann eine Kombination der folgenden Tests notwendig sein:
  • Bluttest
  • Urinuntersuchung
  • Stuhlprobe
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs
  • Echokardiographie (Ultraschall des Herzens)
  • Messung des Blutdrucks
  • Ein Elektrokardiogramm (EKG)
  • Untersuchung von Flüssigkeitsproben aus den Atemwegen

Husten beim Hund – das kannst du tun

Zuerst musst du den Hund gut beobachten. Wird er apathisch? Frisst er nicht mehr? Hat er Atembeschwerden? Zeigt er sonst ein außergewöhnliches Verhalten? Dann ist ein sofortiger Tierarztbesuch unumgänglich. Hat er hingegen einfach einen leichten Erkältungshusten, kannst du ebenfalls viel tun: 
Bei einem kleinen Hund verhilft eine alte Socke zu Wärme, indem du die Socke quasi als Halstuch benutzt. Schneide einfach den oberen Teil ab dem Knöchel ab und schon hat dein Hund wollende Wärme um den Hals. (Siehe Bilder) Achte darauf, dass dein Hund nicht zu aktiv ist, Schonung tut not. Stress und Aufregung sollten vermieden werden. Trockene Luft greift Schleimhäute noch weiter an, deswegen solltest du die Raumfeuchte erhöhen. Entweder mit einer Schale Wasser auf der Heizung oder mit einem speziellen Raumbefeuchter. Zigarettenrauch schadet natürlich auch den sensiblen Atmungsorganen unserer Hunde.
So machst du aus einer Socke ein Halstuch (geht natürlich nur bei kleinen Hunden):

Fazit

Es gibt faktisch nur eine einzige Form des Hundehustens, bei denen wir zu Hausmitteln greifen können: Der Erkältungshusten. Doch bereits bei auftretendem Fieber oder anderen Symptomen ist es besser, einen Tierarzt zu konsultieren. Erst, wenn dieser schließlich eine Erkältung diagnostiziert, kannst du den Patienten selbst versorgen.

Über Martina Pfannschmidt 179 Artikel
Martina gehört zur Spezies “wissenschaftsorientiert” und weiß einiges über die sogenannte “Phytotherapie”, also die Pflanzenheilkunde – die im Übrigen nix mit der Homöopathie zu tun hat. Die meisten Texte bezüglich Gesundheit, Krankheiten, Heilpflanzen und Naturstoffe stammen aus ihrer Feder. Alle Texte werden zudem regelmäßig durch eine Tierärztin geprüft.

2 Kommentare zu Hund hustet – was tun?

  1. Schönen guten Abend, möchte gern wissen ob man beim Hund auch Wasser ziehen kann. Meine Hündin ist 12 Jahre alt und Herzkrank und hat Wasser in die Lunge. Mit freundlichen Grüßen Frau Kutzbach

    • Hallo Ilona,

      gerne würde ich dir deine Frage beantworten, aber um ehrlich zu sein, weiß ich das nicht. Wir haben ein recht großes Wissen bezüglich Naturheilmittel, jedoch keine medizinische Ausbildung und der Fall deiner Hündin klingt schon sehr danach, dass man eine solche haben sollte um deine Frage beantworten zu können. Sicher ist dein Liebling in tierärztlicher Behandlung und ich nehme an, dass dir der behandelnde Tierarzt gesagt hat, was man machen kann und sollte. Bitte befolge ihren/seinen Rat. Wenn du Laien nach einem Rat fragst, gibt es mit Sicherheit welche, die dir tatsächlich einen geben, nur um sich ins rechte Licht zu rücken. Du könntest deiner Maus damit aber auch großen Schaden zufügen. Ich wünsche deinem Mädchen alles alles Gute.
      LG Carola

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