Vorsorgeuntersuchung beim Hund

Vermutlich kennen Sie die lästigen, aber notwendigen ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Sie dienen dazu, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf zu handeln. Das ist beim Homo sapiens so und das sollte bei unseren Hunden ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein. Glücklicherweise leben wir in einem Land, in dem die medizinische Versorgung so ist, wie sie ist. Im Schnitt werden Hunde zwischen 10 und 16 Jahre alt. Natürlich gibt es hin und wieder einen wahren Methusalem, aber in der Regel haut die Durchschnittszahl schon hin. Wie alt ein Hund wird, hängt von seiner Größe, seiner Rasse, seinem körperlichen Zustand, der Haltung und der Gesunderhaltung ab. Ein gepflegter Hund, der artgerecht geistig und körperlich gefordert wird, sollte demnach das obere Ende des Durchschnitts erreichen. Wer seinen Hund beobachtet, ihm gutes Futter anbietet, ihn regelmäßig entwurmt und die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt durchführen lässt, ist auf dem richtigen Weg.

Die Impfungen gehören zu den Vorsorgeuntersuchungen beim Hund

Wenn Sie nicht gerade zu den Impfgegnern zählen, lassen Sie Ihren Welpen zwischen der 6. und 8. Woche gegen Parvovirose und Zwingerhusten grundimmunisieren. Die Nachimpfung folgt dann zwischen der 11. und 14. Woche und die Wiederholungsimpfung steht danach einmal jährlich an. Falls gegen Hepatitis und Staupe geimpft wird, geschieht dies meist im Abstand von zwei Jahren, während die Leptospirose-, und Tollwutimpfung jährlich verabreicht wird. Viele Hunde sind nach dem Impfen ein bis zwei Tage recht müde und unlustig, manche haben eine dicke Beule an der Impfstelle. Bei diesem Impftermin wird der Tierarzt vermutlich den Hund untersuchen, er hört das Herz ab, er tastet ihn ab, er schaut in sämtliche Körperöffnungen.

Prüfen Sie regelmäßig selbst den Gesundheitszustand Ihres Hundes

Das Gewicht Ihres Hundes ist ein guter Indikator für sein körperliches Wohlbefinden. Wenn Ihr Herz von einem Mini-Chihuahua erobert wurde, wird das mit dem Wiegen vielleicht nicht ganz einfach. Entweder reicht die Küchenwaage oder Sie stellen sich selbst auf eine normale Waage. Gewicht merken, runter von der Waage, Hund auf den Arm und wieder rauf. Die Differenz der zwei Werte bezeichnet das Gewicht Ihres Hundes. Zugegeben – mit einer rund 95 Kilo schweren Dogge wird das auch nicht ganz leicht…

Das Wiegen des Hundes ist manchmal eine Herausforderung.
Das Wiegen des Hundes ist manchmal eine Herausforderung.

Das Fell, Fressverhalten, Kot und die Lebhaftigkeit sind weitere Indikatoren für einen gesunden oder kränkelnden Hund. Zudem sollte der Liebling mindestens einmal im Monat komplett abgetastet werden. Ein Blick in die Ohren zeigt an, ob das Innere der Lauschlappen zartrosa und sauber sind. Danach folgt ein tiefer Augenkontakt. So lässt sich leicht erkennen, ob das Innere des Auges weiß und klar oder gar gerötet ist. Der letztere Fall ist ein Alarmzeichen und deutet auf eine Erkrankung hin.

Wenn Sie Ihrem Hund in das Maul schauen, achten Sie auf bräunliche Verfärbungen auf den Zähnen, das deutet auf Zahnbelag hin. Wie sieht es mit Mundgeruch aus? Auch kein gutes Zeichen. Zu guter Letzt drücken Sie vorsichtig mit dem Daumen oder Zeigefinger auf das Zahnfleisch. Der Fingerabdruck sollte innerhalb kürzester Zeit verschwinden. Ist dies nicht der Fall – ab zum Tierarzt.

Die Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt

Den ersten Check bekommt der Welpe wie angesprochen beim Impfen. Danach prüft der Tierarzt die vitalen Funktionen sicher bei jedem Besuch des Vierbeiners in seiner Praxis. Doch spätestens, wenn sich Ihr Hund dem Rentenalter nähert, wird es Zeit, dem Mediziner öfter mal einen Besuch abzustatten. Bei großen Rassen ist dies so ab dem 7. Lebensjahr der Fall und bei kleineren beginnt das Seniorenalter so mit 8 oder 9 Jahren.
Auch wenn der Hund einen lebhaften und fröhlichen Eindruck macht, sind solche jährlichen Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll. So lassen sich Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder orthopädische Probleme frühzeitig diagnostizieren. Übrigens kann der Tierarzt eine rassetypische Hüftgelenkdysplasie frühzeitig erkennen, meist so zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat.

Und wenn der Liebling gesund ist, umso besser, doch lieber einmal zu oft beim Tierarzt als einmal zu wenig. Hunde können leider nicht sagen, wo es zwickt und an welcher Stelle es zwackt. Dafür haben sie ihre Freunde – uns hundeliebende Menschen.

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