Minirudel – nicht immer ganz einfach

Wie ihr wisst, haben wir drei kleine Hunde und somit ein Minirudel beieinander. Und auch wenn sich hier immer alles ganz einfach anhört, muss ich gestehen, dass es eben nicht immer so einfach ist, wenn ich mit allen dreien unterwegs bin. Jede der drei Mädels hat so seine kleinen oder auch größeren Macken und im Verbund aller drei zusammen kann sich schon ein einfaches “kurz pinkeln gehen” kompliziert gestalten.

Kurze Pinkel-Runde

Jede einzeln

Jede unserer Damen ist einzeln ein Traumhund (fast). Egal mit wem ich einzeln raus gehe, ist das wie ein kleiner Wellness-Urlaub. Sie ist ruhig, achtet auf mich, lasst sich hervorragend dirigieren.
Mal abgesehen von Amy, die eine Hündin aus der Nachbarschaft regelrecht hasst und auch wenn sie einzeln mit mir draußen ist, nicht darauf verzichten kann es lauthals zu kommentieren, wenn sie dieser Hündin angesichts wird.  Zu Amy’s Verteidigung muss ich jedoch erwähnen, dass diese Hündin sich einen Spaß draus macht, sich ganz leise und von hinten anzuschleichen um die Mädels dann zu erschrecken. Das hat ein paar mal geklappt und damit ist sie zum Hass-Objekt befördert worden. Sasha und Nele können sich zusammenreißen, wenn sie ihr allein begegnen, Amy kann das nicht. Alle drei zusammen und es kommt zur Katastrophe, denn sie lassen sich nur schwer von mir beruhigen. Ich muss aber auch zur Verteidigung der Hündin sagen, dass sie eigentlich eine ganz Liebe ist, sie hat halt nur Spaß am “Erschrecken” spielen.
So kann ich also mit jeder unserer Mädels völlig unkompliziert überall hingehen, sobald ich eben nur eine  mitnehme. Jedes erlernte Kommando sitzt und ich habe einen Traum-Begleiter.

Amy muss immer nach Rivalen Ausschau halten

Minirudel – nicht immer ganz einfach

In unserer Nachbarschaft leben sehr viele Hunde. Und genau vor unserer aller Haustür gibt es ein kleines Wäldchen, das hervorragend zum “schnellen Gassi gehen” geeignet ist. Es wird also rege genutzt. Wir kennen uns hier und natürlich auch die dazu gehörigen Hunde und wissen genau, welche es zu meiden gilt und welche friedlich sind. Im großen und ganzen funktioniert das zusammentreffen der Nachbarhunde sehr gut. Bis….., ja bis ich mit meinen drei Zwergen auftauche.
Es isst unfassbar peinlich, wenn an meiner Seite ein wüstes Geschrei losbricht. Es gibt Tage, da lassen sie sie sich schnell beruhigen oder benehmen sich gar anständig, zumindest wenn ich einen anderen Hund zuerst sehe und schon vorab reagiere, dann geht das oft gut – aber leider nicht immer.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es meist Amy ist, die dieses wüste Geschrei anzettelt. Sasha ist ein typischer Mitläufer und verhält sich je nach Amy’s Vorgabe, Nele ist die Einzige, die sich schnell zurückpfeifen lässt.

Es geht auch gar nicht immer darum, dass Amy die anderen Hunde nicht leiden mag, viele von ihnen mag sie sogar sehr gerne, aber Amy hat die dumme Angewohnheit, alles lauthals zu kommentieren und es endet bei ihr immer alles mit “Geschrei”. Nicht umsonst ist sie die sogenannte “Zicke” bei uns. Und da Amy ein absolut typischer Rattler ist, ist sie sehr autark. Das heißt, Amy ist bisweilen erziehungsresistent. Als wir Amy zu uns holten, waren wir auf das, was da kam schlichtweg nicht vorbereitet. Natürlich hab ich mich mit dieser spanischen Rasse befasst, als wir sie aussuchten, aber Amy toppte das alles und ließ uns wie Deppen aussehen.

Ich bin also recht schnell dazu übergegangen, mir die Uhrzeiten zu merken, in denen die Nachbarn mit ihren Hunden”pinkeln” gehen und habe meine “Pinkel-Zeiten” entsprechend abgestimmt.
Das ist zwar unbefriedigend für mich, denn ich bin schon jemand, der das Seine im Griff haben möchte, aber …….

Ein eingespieltes Rudel in der Umgebung

Minirudel in der Stadt

Ich bin jedesmal ganz fasziniert wenn ich mit meinen Zwergen in die Stadt gehe. Das tue ich oft und gerne, nicht zuletzt weil ich drei brave Hunde an der Leine führe. Ich habe keinen blassen Schimmer, warum es in der Stadt funktioniert und in unseren Wäldern und Feldern der Umgebung nicht. Mit Revierverhalten kann es nichts zu tun haben, denn wir machen gerne mal große Touren und schnüffeln in fremden Regionen umher.
Amy’s Schnute beim Stadtspaziergang sieht aus als würde ständig ein Tacker um selbige herumflitzen, regelrecht wie zusammengetackert. Kein Ton ist zu hören, ihre Rute ist entspannt, ihre Ohren spielen unaufgeregt aufmerksam hin und her. Ein Traumhund!
Auch Sasha und Nele laufen gemütlich an meiner Seite, fremde Hunde werden ignoriert, fremde Menschen sind eh nicht von Interesse. Ich kann mich in jedes Straßencafe setzen und einen Kaffee trinken, meine Mädels bleiben ruhig und brav.

Arbeit mit dem Rudel

Ich muss was ändern

Natürlich stört mich dieses Gesamtverhalten extrem und wie bereits erwähnt ist mir das blöde Getue auch echt peinlich.
Also habe ich was getan, was fast ein Armutszeugnis für mich ist, ich hole mir fremde Hilfe. Ich habe einen Termin vereinbart mit einer Kollegin, die auf Verhaltensweisen von Hunden im Minirudel spezialisiert ist. Beim Schreiben dieses Satzes hängen meine Öhren runter und mein ganzer Stolz löst sich in Luft auf, seufz……..

…… aber ich werde euch berichten, ob wir, vor allem meine Kollegin, aus meinem hyperaktiven Haufen von Hunden ein anständiges Minirudel gebacken bekommen.

 

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