Wir wollen herumtoben
Persönliches

Sieben Hunde leinenlos im Griff

Sieben auf einen Streich
Sieben auf einen Streich

Einfach nur Gassi gehen?

Ganz so einfach machen wir uns das nicht! Wir wollen nicht nur Gassi gehen, wir wollen den größtmöglichen Spaß für unsere Hunde, aber auch für uns.
Wenn ich zu meiner Freundin Pia fahre, habe ich immer meine drei “Springmäuse” im Auto. Denn zu Pia fahren heißt: “Leinen los und ab durch den Wald”!
Schon beim Ankommen wackelt mein Auto obwohl ich schon stehe. Meine Zwergenbande weiß genau wo wir sind und wird mächtig unruhig. Aber so wollen wir das Kommende nicht beginnen. Also heißt es erst einmal: runterkommen, sich in Ruhe anleinen lassen und gaaanz gesittet zum Haus laufen. Dauert ein bisschen, bis alle kapiert haben, wie’s läuft, aber dann kommen wir auch schon ganz gesittet vorwärts. Am Gartenzaun angekommen, haben aber inzwischen die vier Fellnasen meiner Freundin schon begriffen wer da kommt und auf was das Ganze hinausläuft. Aufregung pur! Bellen, zappeln, unruhiges auf und ab springen, die ersten sind inzwischen zur Tür gerannt und erwarten uns nun dort unter lautem Getöse. Ich weiß, dass ich nun ein bisschen Geduld brauche und setze mich auf die Bank vorm Haus, meine Racker nehmen zu meinen Füßen Platz.
Drinnen ist Pia schon am Werk, ihre Rasselbande unter Kontrolle zu bringen, kein Spaziergang wird mit Hektik und Lärm begonnen. Langsam wird es ruhiger hinter der Tür. Pia’s Hunde haben verstanden. Also alles so wie immer!

mit Belohnung macht alles mehr Spaß
mit Belohnung macht alles mehr Spaß

Es geht in Richtung Wald

Wir haben Glück, denn es gibt viele verschiedene Wege, die in den Wald führen. Also nehmen wir jedesmal einen Anderen, damit unsere Meute nicht schon immer vorher weiß wo es lang geht. Viele Gartenzäune bedeutet auf dem Land auch viele Hunde hinter den Zäunen. Und die gilt es jetzt “links liegen zu lassen” und sich auf unsere Kommandos zu konzentrieren. Das ist nicht immer ganz einfach, denn einige der Hunde sind über den Anblick der nahenden Zaungäste “not amused”.  Ich stell mir das ziemlich schwer vor für die Unsrigen, aber sie wissen, dass sie hier keine Kläffereien anstimmen oder auf solche eingehen dürfen. Und…., sie lassen sich an den “Gefahren” ruhig von uns vorbei führen. Na gut, der Ehrlichkeit halber, unsere Kleinste (ein Yorki, mit einem Löwenherz) kann manchmal nicht ganz an sich halten und muss dem Widersacher in die Parade fahren. Aber Pia wäre nicht Pia, wenn sie die kleine Tiny nicht sofort wieder unter Kontrolle hätte.

Leinen los
Leinen los

Ankunft am Waldrand

Jetzt beginnt der Spaß für unsere sieben Racker. Und wir haben Muse, unserem Tratsch und Klatsch nachzugehen, während sich die Vierbeiner “leinenlos” austoben dürfen. Moment…nicht ganz so schnell! Zuerst einmal findet nun eine allgemeine etwas lautere Begrüßung unserer Vierbeiner unter sich statt. Da wird aufeinander gesprungen, gebellt was das Zeug hält und sich gegenseitig gerempelt. Aber das dürfen sie, waren sie doch zuvor auch ganz brav. Und mal ganz ehrlich, irgendwo müssen sie ja auch mal laut sein dürfen. Aber nun geht’s los.
Egal wie sehr wir in ein Gespräch vertieft sind, unsere Augen und Ohren sind immer bei den Hunden und unserer Umgebung. Schließlich sind wir nicht allein im Wald. Andere Spaziergänger, Radfahrer und manchmal auch Weg wechselndes Wild müssen wir beizeiten sehen und entsprechend reagieren. Wir haben unseren Hunden das “Fuß laufen” so beigebracht, dass sie sich auf dieses Kommando alle hinter uns einreihen und dort solange verbleiben bis wir das Kommando mit einem “lauft” wieder aufheben. Die meisten Leute auf die wir treffen sind wirklich schwer beeindruckt und geben uns das meist auch zu verstehen. Nicht jeder trifft öfter auf zwei Frauen mit sieben Hunden, die dann auch noch wirklich gut hören. Unter uns: Wir sind da schon ein bisschen stolz auf uns!

Nur eine unserer Fellnasen darf nicht von der Leine. Mia! Mia hat ein gesundheitliches Problem mit ihren Hinterläufen und darf nicht viel herum toben, da sie sonst Schmerzen hat und nicht mehr richtig laufen kann. Sie wird demnächst operiert und wir hoffen dass das liebe Mädchen dann auch an Lebensqualität gewinnt.
Übrigens sind all unsere Hunde aus dem Tierschutz, außer Tiny. Sie hatten zuvor meist kein schönes Leben auf den Straßen im Ausland und dennoch fügen sie sich alle prima in jede Lektion die sie lernen ein. Es macht riesig Spaß mit ihnen zu laufen und zu arbeiten.

ein bisschen Nass zum abkühlen
ein bisschen Nass zum abkühlen

 Stunden später

Wenn wir kaputt aber glücklich alle wieder zurück sind, dürfen die Hunde, sofern noch Energie zur Verfügung steht, in Pia’s Garten herum balgen. Wir haben uns einen Kaffee verdient und ein eiskaltes Wasser (die Hunde natürlich auch, also nur das Wasser).
Wenn ich wieder nach Hause fahre, habe ich drei Engel im Auto liegen, die für heute rein gar nichts mehr wissen wollen.

 

Was geht noch?
Was geht noch?
Will noch jemand mit mir spielen? Nein? Ok!
Will noch jemand mit mir spielen? Nein? Ok!

 

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2 Comments

  • Manuela

    Sieben hunde leinenlos im griff
    Liebe Carola
    Kannst du evtl beschreiben, wie du das trainierst? Ich habe mittlerweile den dritten hund aus dem Tierheim, dieses Mal eine 6jaehrige Boxerhuendin. Ich kenn mich relativ gut aus mit Gehorsamsuebungen und Klickertraining. Aber auch dieses Boxermaedchen ist mir auf den Spaziergaengen zu hibbelig und nervös und will leinenlos zu allem und jedem hin. Ich bin dann abgeschrieben. Kannst Du mir evtl einen Trainingsratschlag geben? Danke!! Manuela

    • Carola

      Hallo Manuela,
      Das ist gar nicht so schwer, du musst dich interessanter machen, als alles was in der Umgebung zu sehen und zu riechen ist. Und das geht über Futter. Nimm den Hund, der deiner Meinung nach der “Rudelstärkste”, ist an eine Schleppleine und lass nur die anderen zwei ohne Leine laufen. Das wichtigste: du fütterst deine Hunde nicht mehr Zuhause aus dem Napf, sondern unterwegs, beim Laufen. Sie haben sicher feste Futterzeiten, also begib dich mit ihnen zu dieser Zeit nach draußen. Achte darauf, dass sie nie mehr als 3-4 Meter von dir entfernt sind und rufe sie dann sofort, auch den an der Schleppleine. Sie werden relativ schnell verstehen, dass sie sich ihr nun Futter auf diese Weise erarbeiten müssen. Kommt einer nicht, nimm ihn sofort an die Leine und leg ihn ins Platz, es geht nun erst einmal nicht weiter, bis sich wieder alle auf dich konzentrieren. Rufe jeden einzelnen nicht mehr als höchstens zwei mal, aber schon dein Rufen sollte sich für deine Hunde ebenfalls interessant anhören. Also nicht wie ein donnerndes Kommando, sondern eher spielerisch. Und du musst immer, wirklich immer mit einem Futterkrümel belohnen, das du am besten schon immer in der Hand hast. Den Rudelstärksten machst du erst von der Leine, wenn das bei ihm zu 100% funktioniert. Und wenn sie sich auf etwas anderes konzentrieren als auf dich, nimm sie alle drei an die Leine und bleibe da wo du bist, bis sich wieder alle auf dich fixieren. Später kannst du das Futter gegen Leckerlis tauschen, aber das wird ein bisschen dauern. Es ist deutlich schwieriger mir drei Hunden zu arbeiten als mit einem einem. Wenn du also mal viel Zeit hast, dann nimm sie einzeln mit nach draußen. Ein Einzeltraining von einer halben Stunde alle paar Tage mit jedem deiner Mäuse, bindet diesen stärker an dich, im Rudel reagieren sie zu dritt immer anders als allein. Deswegen solltest du dich für alle drei zur wichtigsten und interssaantesten Person auf diesem Erdball machen. Und das geht nur übers Futter.
      Ich hoffe, du kannst das so umsetzen und würde mich freuen, wenn du mir mal ein Feedback geben könntest. Viel Glück!
      LG Carola

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