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Körpersprache des Hundes

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Kürzlich habe ich euch den Artikel Körpersprache Hund vs Mensch zur Verfügung gestellt, ein immer wieder interessantes Thema. Deswegen möchte ich heute noch einmal ganz spezifisch auf die Körpersprache des Hundes eingehen. Denn nur wer seinen Hund versteht, kann richtig mit ihm kommunizieren. 

Mairas Blick ist fokussiert, ihre Ohren sind gespitzt

Körpersprache = Verhalten

Ich beginne mal mit Hunden, die sich anderen Hunden und auch Menschen gegenüber völlig “normal” verhalten, also mit Hunden, die gut sozialisiert sind.
Hunde begegnen sich meist neugierig. Der Blick wird aufmerksam, die Ohren drehen sich in Richtung des “Objekt”, Kopf und Körper richten sich auf, jedoch ohne sich zu versteifen, meist wedeln sie leicht mit der Rute.
Verhält sich das Gegenüber genauso, kannst du die beiden ruhigen Gewissens Kontakt miteinander aufnehmen lassen.

Ganz anders verhält es sich, wenn dein Hund dominant ist. Auch er richtet seinen Körper auf, jedoch macht er sich sichtbar größer, oft mit Hilfe des Nackenfells, welches mal eben kurzerhand aufgestellt wird. Sein Blick wandert zu dem anderen Hund, jedoch deutlich mehr fixiert. So wie er sein Haupt hoch erhebt, wird sich auch seine Rute steif in die Höhe stellen. Manchmal wedelt die Rute auch kurz und zackig aufeinander (Aufregung). Er zeigt mit all dem ein deutliches Imponierverhalten. Das nachfolgende Verhalten kann von anrempeln über aufreiten bis hin zum häufigen Markieren alles beinhalten.
Doch Vorsicht: Nicht alle Hunde sind gewillt, ein solches Verhalten hinzunehmen. Es kann sein, dass der andere Hund hier nicht zurückstecken möchte und ebenfalls seine Dominanz unter Beweis zu stellen versucht. Es kann aber auch passieren, dass der Gegenüber das Imponiergehabe schlicht ignoriert.

Spielende Hunde haben nichts Bedrohliches

Dein Hund will mit dem “neuen” Kumpel spielen. Also beginnt er schlenkernde Bewegungen zu machen, er bellt in hoher Tonlage und wedelt freundlich. Manche Hunde senken ihren Vorderkörper ab und lassen ihren hinteren Körper in die Luft zeigen, eventuell rollen sie mit den Augen. Das alles zeigt seinem Gegenüber, dass der Hund spielen will. Tut der andere Hund es deinem gleich, kannst du dich zurücklehnen und die beiden herumtollen lassen.
Da du deinen Hund am besten kennst, weißt nur du, ob das Verhalten deines Hundes nun so bleibt oder ob die Gefahr besteht, dass das Spiel kippen könnte. In diesem Fall musst du sehr aufmerksam bleiben.
Während des Spiels balgen sich Hunde am Boden, sie schnappen sich gegenseitig in die Lefzen oder Ohren, auch in die Hinterläufe schnappen sie sich gegenseitig gerne. Sie knurren spielerisch und knurren sich an, aber nichts von all dem wirkt bedrohlich.
Wenn das Spiel jedoch plötzlich sehr schnell wird und es lauter wird, musst du gut aufpassen, denn dann ist das Spiel in einen Streit gekippt. Verstummen die Geräusche ganz, hast du ein Problem, denn wechseln sie in den Kampfmodus.

Einen entspannten Hund erkennst du deutlich. Er setzt sich oder legt sich gar ab, aber auch wenn er steht, siehst du du es an seiner Körperhaltung. Die Rute hängt, die Ohren sind nach hinten gerichtet oder hängen herab, seine gesamte Muskulatur ist entspannt.

Sehr deutlich kannst du auch erkennen, wenn dein Hund vor etwas Angst hat. Sein Gesichtsausdruck wird ängstlich, er legt die Ohren an, seine Körperhaltung ist geduckt. Er will von einer bestimmten Situation oder einem Gegenstand weg. Seine Rute klemmt zwischen seinen Hinterbeinen, oft hechelt er und seine Pfotenballen geraten ins schwitzen. Manche Hunde winseln, andere schreien sogar – so unsere Amy. Bei sehr großer Angst setzen sie auch Urin oder Kot ab.
Aber auch Sogenannte Übersprungshandlungen können von Unsicherheit oder Angst zeugen. Wie zum Beispiel das Gähnen, sich übers Maul lecken oder plötzliches hinter den Ohren kratzen.

Sich kennenlernen, geht übers Beschnüffeln

Territorialverhalten

Hier gibt es Unterschiede.
Da sind die Hunde, die ganz klar und unmissverständlich anzeigen: “das hier ist alles meins und du hast hier nichts zu suchen”! Tiefes, selbstbewusstes Bellen begleitet von Knurren und Zeigen der Zähne, macht dir deutlich: “Mit dem ist nicht zu spaßen”. Dieser Hund wird sich nicht scheuen, dich anzugreifen, wenn du seine Drohgebärden nicht ernst nimmst. Er hat dich gewarnt.

Anders sieht das bei einem unsicheren Hund aus. Auch er wird bellen, jedoch klingt das eher wie ein einziger viel zu hoch angesetzter Laut, der sich in eine Art Geheul steigert.
Möglicherweise schnappt auch er nach dir, aber das tut er eher aus der Unsicherheit heraus. Meist sind es kleinere Hunde, die sich so benehmen, ganz nach dem Moto: “Tust du mir nix, tu ich die nix”! Dennoch solltest du dich auch diesem Hund nicht einfach so nähern. Seine Zähne sind vielleicht nicht so riesig, aber auch der Biss eines Dackels tut weh.

Fazit

Wenn sich jeder Hundehalter nur ein bisschen mit der Thematik vertraut macht, ist das nicht nur zum Vorteil des eigenen Hundes (er versteht ihn besser), sondern auch im Umgang mit fremden Hunden, die er in Hundeparks oder auf der Straße trifft. Hierzu bietet zum Beispiel Purina einige interessante Informationen zum Thema Körpersprache des Hundes.

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