Ohrenentzündung beim Hund

Ohrenentzündung beim Hund

Eine Ohrenentzündung beim Hund ist für den Betroffenen eine Qual. Es juckt, es brennt, es schmerzt und der arme Kerl kann nichts anderes tun. Er schüttelt den Kopf und versucht es mit den Krallen zu bearbeiten. Doch es hilft nichts, denn davon hört das nicht auf. Die Fellnase leidet und braucht dringend Hilfe, denn eine unbehandelte Ohrenentzündung ist keine Lappalie.

Wie erkennst du eine Ohrenentzündung beim Hund?

Wer seinen Hund kennt und auf ihn acht gibt, erkennt das sofort. Er kratzt sich wie wild am Ohr und zwar fast unentwegt, er schüttelt kurz und kräftig mit dem Kopf und auch das fast unentwegt. Ganz klar, da stimmt was mit seinen Ohren nicht. Er will es loswerden, das Jucken und Brennen!
Ein Blick ins Äußere des Gehörgangs zeigt dir was los ist. Vielleicht hat sich ja nur ein Fremdkörper eingenistet und du kannst ihm schnelle Abhilfe leisten.

Vielleicht hat sich der Gehörgang aber auch entzündet, was unter anderem an einem unangenehmen Geruch erkennbar wäre. Eine Ohrenentzündung beim Hund wird oft auch von starken Schmerzen begleitet und er wir es sicher zu vermeiden versuchen, dass du ihn am Kopf berührst. Manche Hunde können hier durchaus auch aggressiv werden.
Du hast keine Wahl, der Gang zum Tierarzt ist unausweichlich, denn unbehandelt kann es schlimme Folgen für ihn haben. Er kann Fieber bekommen, eventuell mag er nicht mehr fressen und auch sonst wird er sehr abgeschlagen wirken.

Warum bekommt mein Hund eine Ohrenentzündung?

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Ohrenentzündung beim Hund und es gibt verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Schwere einer Ohrenentzündung. Eine Ohrenentzündung beim Hund kann sich auf das äußere Ohr beschränken, aber auch das Mittelohr oder das innere Ohr betreffen. Die häufigste Form ist jedoch die, welche sich auf das äußere Ohr beschränkt.

Folgende Rassen haben ein besonders hohes Risiko auf eine Ohrenentzündung: 

  • Englische Bulldogge und Shar Pei, ihre Ohrkanäle sind meist abgeknickt und/oder zu eng
  • Bassets und Bloodhounds, sie haben schwere hängende Schlappohren
  • Cocker Spaniel, sie leiden unter sehr starker Talgbildung
  • Bologneser, Airedale Terrier, Schnauzer und Pudel, sie haben behaarte Ohrkanäle

Welche Faktoren können eine Rolle spielen:

  • Parasiten (Zecken und Milben)
  • Fremdkörper (Schmutz, Sand, Reste von Medikamenten oder Pflegemitteln)
  • organische Störungen, wie z.B. Schilddrüsenerkrankungen
  • Herpes- / Virus- / Bakterien-Infektionen
  • Arzneimittelunverträglichkeiten
  • Störungen des Magen-Darm-Systems
  • Allergien
  • falsche Ohrpflege
Ohrenentzündung beim Hund
Wie kommt denn der Dreck in meine Ohren?

Meist führt ein Zusammenspiel verschiedener, bereits aufgelisteter, Faktoren zu einer Ohrenentzündung. Sie zeigt sich oft durch ein übel riechendes bräunliches Sekret an den Ohrwänden deines Hundes.

Ohrenentzündung beim Hund behandeln

Selbstverständlich ist hier der Tierarzt der erste Ansprechpartner. Er wird zunächst einmal abklären wie tief die Ohrenentzündung geht und eine “professionelle Reinigung” des Gehörgangs vornehmen. Das nimmt Krankheitserregern den Nährboden. Dann wird er eine entsprechende Medikation vorschlagen. Die Medikamente sollten genau wie vom Tierarzt verordnet, verabreicht werden. Eine Auswahl an solchen Medikamenten gibt es in der shop-apotheke.

Du wirst Geduld brauchen, denn die Behandlung einer Ohrenentzündung, bis zur vollständigen Genesung, kann dauern. Aber du kannst deinem Hund helfen. Reinige seine Ohrenwände mehrmals täglich und versorge seine Gehörgänge mit Medikamenten. Bei der Reinigung kannst du zu pflanzlichen Mitteln greifen und zur Behandlung kannst du auch Bienenprodukte wie zum Beispiel Propolis nutzen. So schonst du deinen Hund und machst ihm die Genesung leichter, als wenn du nun auch noch mit “Chemie” auf ihn losgehst.

Verwende bitte nie Wattestäbchen, damit könntest du deinem Hund zusätzlichen Schaden zufügen!

Den Hund vor einer Ohrenentzündung schützen

Es gibt keinen vollständigen Schutz vor einer Ohrenentzündung beim Hund aber du kannst die Gefahr eindämmen.
Eine gesunde Ernährung ist schon mal die halbe Miete. Hunde mit einer gesunden Magen-Darm-Flora neigen weitaus weniger zu Erkrankungen der Ohren.

Je nach Rasse ist eine entsprechend häufige und regelmäßige Reinigung der Ohren mit einem milden (möglichst pflanzlichen) Ohrreiniger von Vorteil für die Ohrgesundheit.
Wenn du einen Allergiker hast, achte darauf, dass er mit den betreffenden Substanzen nicht in Kontakt kommt.

Eventuell kannst du auch mit geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln Einfluss auf die Darmsanierung sowie die Entgiftung der Nieren nehmen. Eine solche Maßnahme könnte ganz allgemein für deinen Hund lebensverändernd sein.

Carola
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