Plagegeister für Hund und Mensch – Zecken!

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Europa Apotheek.

Es scheint jedes Jahr “besonders schlimm” zu sein, Zecken wie Sand am Meer…….
In einigen Regionen Deutschlands kann man mit seinem Hund keine 50 Meter laufen, ohne dass sich diese Biester schon auf ihm – oder gar uns tummeln. Besonders in Baden Württemberg und Bayern haben die ekligen Biester Hochkonjunktur.

Zecken beim Hund Bildquelle: @pixabay


Zecken – parasitäre Krankheitsüberträger

Zecken sind Parasiten, die auf der ganzen Welt verbreitet sind. Sie ernähren sich vom Blut aller Wirbeltiere, also auch von unseren geliebten Vierbeinern. Die Zecke braucht das Blut für ihre Entwicklung aber auch für ihren Nachwuchs. Das schlimmste jedoch bei einem Zeckenstich ist die Übertragung von Krankheitserreger auf ihren Wirt.
Die gefährlichsten Erreger sind die  Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Ein harmloser Stich einer infizierten Zecke, kann auch für unseren Hund gefährlich werden. Die Krankheitserreger gelangen aus den Speicheldrüsen oder dem Darm der Zecke in unseren bzw den Körper des Hundes, quasi direkt über den Stechapparat.

Es gibt noch oft den Glauben, dass Zecken ein Gift besitzen, mit welchem sie ihren Wirt infizieren und erkranken lassen. Das ist natürlich ein recht alter Mythos, es sind tatsächlich “nur” Krankheitserreger. Diese jedoch sind bisweilen wirklich nicht zu unterschätzen.
Die gefährlichsten Zeckenarten in unserem Land sind der gemeine Holzbock und die Auwaldzecke.
Auch wird allgemein angenommen, dass es nur im Frühjahr und im Sommer zahlreiche Zecken gibt. Das stimmt so nicht. Zecken sind ab Temperaturen von +7 Grad aktiv. Nur bei wirklich tiefen Temperaturen verfallen sie in eine Kältestarre. Somit müssen wir ab Februar bis in den Oktober hinein immer mit Zecken rechnen. Ist es im Oktober noch lange warm, schiebt sich die Gefahr diesen Parasiten zu begegnen entsprechend nach hinten.  

Zecken verstecken sich gerne im Gras
Zecken verstecken sich gerne im Gras


Zecken entfernen

Auch hier sind noch viele Menschen einem Mythos ausgesetzt. Sobald du feststellst, dass in deinem Hund eine Zecke steckt, solltest du diese sofort entfernen. Und das nicht in dem du sie heraus drehst. Zecken sind keine Schrauben, sie haben kein Gewinde. Das Ding mit dem Drehen ist also Quatsch.
Greife die Zecke so weit wie möglich mit einer Zeckenzange an der Haut deines Hundes ziehe langsam und kontrolliert daran. Mit ein wenig Hin- und Her- Wackeln, lässt sie sich eventuell besser lösen.

Was ist nach einem Zeckenstich zu beachten?

Desto länger eine Zecke in ihrem Wirt steckt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eventuelle Erreger übertragen hat. Also ist es ratsam, die Einstichstelle mit einem Desinfektionsmittel zu behandeln und sie anschließend gut zu beobachten. Wenn sich die Stelle entzündet oder dein Hund einen kränklichen Eindruck macht, ist es besser, einen Tierarzt aufzusuchen. Lieber einmal zu viel zum Doc, als das dein Hund ernsthaft erkrankt.
Das Gleiche gilt auch, wenn du die Zecke nicht vollständig entfernen konntest. Das was drin bleibt, kann deinen Hund ebenfalls ernsthaft gefährden.

Die meisten Hunde sind willkommene "Opfer".
Die meisten Hunde sind willkommene “Opfer”.


Was kannst du tun, deinem Hund Zeckenstiche ersparen?

Es gibt etliche Möglichkeiten, deinen Hund vor Zecken zu schützen. Von der Bernsteinkette bis zur synthetischen Wirkstoffen stehen dir Tür und Tor offen.
Doch was ist sinnvoll und schützt wirklich?

Bernsteinkette

Zur Bernsteinkette kann ich nur sagen: Naja, wers glaubt! Doch was soll Bernstein bewirken, es ist getrocknetes Harz und hat keinerlei bestätigte Wirkung. Mit was auch? Es riecht nicht, es gibt keinen Ton von sich und es strahlt auch nichts Geheimnisvolles aus. Was also sollte eine Zecke dazu bewegen, sich nicht in der Nähe der Kette niederzulassen?
Natürlich gibt es hierüber begeisterte Stimmen – dazu gibt es nur zu sagen: Nicht jeder Hund wird von jeder Zecke wertgeschätzt….das hat aber nichts mit Bernstein zu tun, sondern steht in der Genetik.

Schwarzkümmelöl

Kümmelöl wäre zum Beispiel eine gute Möglichkeit, dafür Sorge zu tragen, dass Zecken diesen Wirt erst gar nicht attraktiv finden (er stinkt). Doch Kümmelöl hat den Nachteil, dass es die Leber deines Hundes schädigen kann, wenn du nicht ganz genau dosierst.

Frontline

Auch wenn vielen ein natürliches Mittel lieber ist, stellt sich die Frage, was mir lieber ist: Ein Borreliose oder gar FSME infizierter Hund oder das geringere Risiko eines Zeckenmittels.
da setze ich doch lieber auf ein ordentliches Zeckenmittel, dass sich bereits seit Jahrzehnten bewährt hat und der keinen meiner vorigen Hunde je geschadet hat.
Ein häufig genutztes Zeckenmittel ist Frontline. Es verhindert zwar nicht, dass die Zecke “ansticht”, aber kaum dass sie “drin” ist verendet sie und fällt ab.
Die Gefahr der Übertragung von Erregern ist also hiermit sehr gering.

Zudem sorgt Frontline für einen lang anhaltenden Schutz gegen Zecken, Haarlingen und Flöhen. Es kann sowohl bei trächtigen als auch säugenden Hündinnen angewandt werden. Der Wirkstoff “Fipronil” ist es, der die Wirkung ausmacht, denn diese Substanz wirkt insektizid.

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