Lachsöl für Hunde – alles über die Omega-Fettsäuren

Lachsöl für Hunde

Lachsöl für Hunde – generell handelt es sich dabei um ein Naturprodukt mit Nutzen, resultierend aus dem enormen Gehalt essentieller Fettsäuren. „Essentiell“ – das bedeutet lebensnotwendig, ein Mangel kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Warum Lachsöl für Hunde so wertvoll ist, welche Funktion es erfüllt, wie es gewonnen wird und auf welche Kriterien du beim Kauf achten solltest – all das findest du im Artikel.

Lachsöl für Hunde – Allgemeines

Der Organismus ist zwar ein Wunderwerk der Natur, doch er ist nicht in der Lage, alle essentiellen Substanzen selber herzustellen. Bestes Beispiel: die im Lachsöl reichhaltig vorkommenden Omega 3 Fettsäuren. Diese Substanz reguliert den Cholesterinspiegel sowie den Triglyceridspiegel und trägt zu einer normalen Herz- und Gehirnleistung bei. Auch die Sehkraft wird durch Omega 3 beeinflusst. Übrigens sind das keine Werbebotschaften, sondern wissenschaftlich belegte Tatsachen, die sogar in der Health-Claims-Verordnung Anklang finden.

Omega 3 Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. So sind etwa alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) wichtige Fettsäuren, die viel zur Wirksamkeit beitragen.


DAS Buch für jeden Hundebesitzer: DAS Buch für jeden Hundebesitzer:
Jetzt mein Buch anschauen: “Vorne rein, hinten raus”. Darin erfährst du alles, aber wirklich auch alles über die Verdauung deines Hundes. Als Print, als Kindle oder natürlich als PDF 🙂 Sodbrennen? Durchfall? Erbrechen? Welche Pflanzen helfen? Wie oft muss mein Hund Häufchen machen? Und so weiter und so fort….


 

Die Fettsäuren im Lachsöl verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, hemmen die Blutgerinnung und wirken positiv auf den Triglycerid-Stoffwechsel ein. Zudem wirken sie blutdrucksenkend und hemmen entzündliche Prozesse. Zudem enthält Lachsöl die wichtige Linolsäure (Omega 6 Fettsäuren), ebenfalls ein Stoff, der für den Aufbau der Zellmembranen benötigt wird.

Letzte Aktualisierung am 25.09.2020 um 11:52 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Brauchen Hunde Lachsöl?

Hunde können Omega 3 Fettsäuren nicht selber herstellen – sie sind auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Deswegen sollte ein Blick auf das Etikett des Hundefutters verraten, ob und wie viel der wichtigen Omega 3 Fettsäuren beinhaltet sind. Dabei kann die Angabe „Fette und Öle“ durchaus verwirren, denn Fett ist nicht gleich Fett und Öl ist nicht gleich Öl. Steht hingegen konkret, welches Fett und/oder welches Öl verwendet wird, kannst du prüfen, ob dein Hund genug Fettsäuren bekommt.

Genug heißt allerdings nicht, dass er zu viel zu sich nehmen sollte. Wie so oft, macht die richtige Dosis den Effekt auf das Wohlbefinden aus.

Ganz wichtig: Lachsöl darf nicht überdosiert werden. Obwohl dem tierische Öl ganz klar gegenüber einem pflanzlichen Öl der Vorzug gegeben werden sollte, ist eine zu hohe Dosierung unbedingt zu vermeiden. Lachsöl kann die Pfotenballen „aufweichen“ und verringert bei Überdosierung seinen Nutzen bis hin zu Beschwerdebildern.

Was bewirkt Lachsöl bei Hunden?

Die Zufuhr von Lachsöl in der richtigen Dosierung bewirkt, dass dein Hund mit essentiellen Aminosäuren versorgt wird. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass Lachsöl nicht überdosiert werden darf. In der korrekten Dosierung bewirken die wichtigsten Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) Folgendes:

EPA:

Eicosapentaensäure ist ein Ausgangsstoff, der für das Immunsystem, die Blutgerinnung und für die Regulierung der Herzfrequenz benötigt wird. Zudem deuten neue Forschungen daraufhin, dass EPA eine bedeutende Rolle bezüglich der Stimmung spielt. So kommen wissenschaftliche Arbeiten zu dem Ergebnis, dass EPA einen positiven Effekt auf Ängste haben könnte.

DHA:

Docosahexaensäure ist für den Stoffwechsel von großer Bedeutung. Die Fettsäurekomponente ist ein Bestandteil der Nervenzellen. Die Fettsäuren sind insbesondere im Gehirn und in der Netzhaut angesiedelt, so erklärt sich die Stärkung der Sehkraft.

Sowohl EPA als auch DHA sorgen dafür, dass die roten Blutkörperchen geschmeidiger werden, was die Fließeigenschaft des Blutes verbessert.

Die Anwendungsgebiete

Im Grunde gibt es keine direkten Anwendungsgebiete. Der Organismus des Hundes ist auf eine bestimmte Zufuhr angewiesen, damit alle Stoffwechselprozesse „rund“ laufen. Da Omega 3 Fettsäuren einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Föten hat, erhöht sich der Bedarf bei trächtigen Hunden, die die Fettsäuren über die Nabelschnur an die zukünftigen Hundewelpen abgeben. Dadurch wird der Aufbau des Gehirns und der Sehkraft sichergestellt.

Hunde, denen gewisse Leistungen abverlangt werden, haben einen höheren Bedarf als „unsportliche“ Hunde. Bei übergewichtigen Hunden sollte der Tierarzt die optimale Dosierung angeben, denn auch wenn es gesund ist, es bleibt eine fett- beziehungsweise ölhaltige Substanz.

Im Falle von zu trockener Haut, von Schuppenbildung, Haarausfall oder bei stumpfen Fell kann Lachsöl für Hunde tatsächlich zu einer Verbesserung der Beschwerden führen, das belegen zahlreiche Erfahrungsberichte. Denn auch die Haut profitiert von der Gabe der Fettsäuren, die übrigens nicht nur aus Omega 3 Fettsäuren – sondern auch aus Omega 6 Fettsäuren bestehen. Lachsöl dient zudem als Ergänzung der Barf-Ernährung.

Die Dosierung

Vorneweg: Lachsöl für Hunde darf nicht überdosiert werden. Viel hilft viel – das gilt nicht im Falle von Omega 3 Fettsäuren. Bei Hunden gibt es keine einheitliche Dosierung, empfohlen werden im Regelfall pro 10 Kilo Körpergewicht 5 Milliliter Lachsöl.

Letzte Aktualisierung am 25.09.2020 um 11:52 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Wichtig!
Alle bereitgestellten Informationen auf hundepfote.org sind ausschließlich informeller Natur. Sie ersetzen keineswegs den Tierarzt!
Martina Pfannschmidt
Letzte Artikel von Martina Pfannschmidt (Alle anzeigen)

Über Martina Pfannschmidt 176 Artikel
Martina gehört zur Spezies “wissenschaftsorientiert” und weiß einiges über die sogenannte “Phytotherapie”, also die Pflanzenheilkunde – die im Übrigen nix mit der Homöopathie zu tun hat. Die meisten Texte bezüglich Gesundheit, Krankheiten, Heilpflanzen und Naturstoffe stammen aus ihrer Feder. Alle Texte werden zudem regelmäßig durch eine Tierärztin geprüft.

8 Trackbacks & Pingbacks

  1. Haarausfall beim Hund - harmlos oder behandlungsbedürftig?
  2. Bierhefe für Hunde - gesunde Haut, Vielfalt und Nährstoffdichte
  3. Arthrose beim Hund - was kann man tun? Hilfreiche Informationen
  4. Grünlippmuschel für Hunde - ein Segen für Gelenkerkrankungen
  5. Vitamine für Hunde - welche sind essentiell? Und warum?
  6. Den Hund Barfen - eine unaufgeregte Betrachtungsweise
  7. Demenz bei Hunden - wenn die Vergesslichkeit Einzug hält
  8. Niereninsuffizienz beim Hund - was tun?

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*