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Getreidefreies Futter – Sinn oder Unsinn?

Viele Hundebesitzer folgen dem neuesten Trend und »barfen« ihre Hunde. Und das meist getreidefrei. Aber auch diejenigen unter Ihnen, die nicht zum »barfen« übergegangen sind, achten oft darauf, dass im Futter kein Getreide ist.

Wie gesund oder ungesund ist Getreide im Hundefutter?

Es ist schon richtig, dass Hunde Fleischfresser sind, doch wer ihnen ausschließlich Fleisch anbietet, beschwört bald erhebliche Mangelerscheinungen herauf.

Eine ausgewogene Ernährung ist beim Hund ebenso wichtig wie bei uns. Das heißt Obst, Gemüse und ja – ein Anteil an Getreide sollte dem Futter zugemischt werden. Natürlich gehört noch vieles mehr dazu, doch ist dies heute nicht unser Thema. Heute geht es um Schrot und Korn.

Viel Getreide? Wenig Getreide? Was ist gesund?
Viel Getreide? Wenig Getreide? Was ist gesund?

Brauchen Hunde Getreide oder sind sie reine Fleischfresser?

Getreide liefert das Kohlenhydrat „Stärke“. Das kann ein Hund sogar sehr gut zersetzen und in Energie umwandeln. Somit ist Getreide ein wertvoller Energielieferant für unsere Vierbeiner.
Wenn Sie sich mal überlegen, was ein Wolf alles zu sich nimmt, wenn er ein Beutetier erlegt hat. Ratten, Mäuse, Hasen und alles, was sich Nager nennt, sind »Körnerfresser«, dessen Mageninhalt der Wolf mit frisst. Somit frisst er auch Getreide. Es ist also nichts Ungewöhnliches. Zudem haben sich unsere vierbeinigen Gefährten im Laufe der Zeit auch an unsere Ernährungsgewohnheiten angepasst. Ungesund wird es für unsere Fellnasen erst, wenn der Anteil an Kohlenhydrate bei über 60 % läge.

Industriell hergestelltes Futter und sein Getreideanteil

Fast in jedem handelsüblichen Hundefutter ist Getreide vorhanden. Getreide ist ein billiger Rohstoff und wird deswegen beim Fertigfutter gerne mit verarbeitet. Dennoch würde wohl kein Futterhersteller den Getreideanteil in ungesunde Höhen treiben, nur um möglichst billig zu produzieren. Nicht immer ist der Preis eines Hundefutters gleichzusetzen mit der Qualität dieses Produktes. Es gibt durchaus auch teure Futtersorten, die qualitativ nicht wirklich gut sind. Achten Sie immer auf die jeweilige Menge der Inhaltsstoffe des Futters Ihrer Wahl. In einem unserer Artikel (Hundefutter und seine Inhaltsstoffe) können Sie sich informieren, was genau Sie beachten müssen. Je höher die Prozentzahl an Eiweiß, desto höher liegt der Anteil an Getreide oder Kartoffeln.

Hochwertiges Futter beinhaltet das richtige Verhältnis zwischen Fleisch und Getreide.
Hochwertiges Futter beinhaltet das richtige Verhältnis zwischen Fleisch und Getreide.

Die berühmten Ausnahmen der Regel

Natürlich gibt es inzwischen auch bei unseren Hunden Krankheiten, die eine Aufnahme von Getreide-Eiweiß verbieten. Das sind zum Beispiel Diabetiker oder Hunde mit einer Allergie gegen Getreide-Eiweiß. Auch bei einem Befall von Kokzidien oder Giardien, sollte auf die Fütterung von Getreide komplett verzichtet werden. Zumindest bis zur völligen Genesung des Hundes.

Fazit:

Es ist wirklich unsinnig, die Fütterung unserer Hunde unbedingt getreidefrei zu gestalten, in gesunden Mengen ist Getreide für unsere Lieblinge weder schädlich noch ungesund.

 

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