Frankfurter Tiertafel – Preisgekrönt

Ohne Unterstützung könnten sie ihre Hunde nicht behalten

Jeden Tag werden wir von der Presse, vom Fernsehen und im Radio mit all dem Negativen, was in der heutigen Zeit passiert, überschüttet. Doch heute morgen ist mir mal wieder so richtig warm ums Herz geworden, als ich den Bericht über die Arbeit der Frankfurter Tiertafel in der Taunus-Zeitung gelesen habe. Ich freue mich sehr, dass auch eine solche Institution mit Preisen für ihre Arbeit gelobt wird. Also entschloss ich mich, dieses Thema in unserem Hundeblog einmal mehr wieder aufzugreifen.

Er bettelt auch für seine vierbeinigen Freunde

Ein Lichtblick im Dschungel der schlechten Nachrichten

Seit 2007 gibt es die Tiertafel. Dieses Jahr feiert sie ihren 10ten Geburtstag. Eine Erfolgsgeschichte auf dem sozialen Sektor.
Sie kümmern sich um die Tiere von Menschen, welche ohne sie nicht in der Lage wären diese zu halten, zu füttern und gesund zu erhalten. Menschen, denen es nicht gut geht, die nur wenig Geld haben und kaum über die Runden kommen. Meist sind es ältere Menschen, deren Rente zum Sterben zu viel ist und zum Leben zu wenig. Viele von ihnen haben Tiere. Hunde, Katzen, Hamster, Vögel oder was auch immer. Sie lieben ihre tierischen Begleiter und oft sind sie das Einzige, was sie noch haben. Obwohl Deutschland ein reiches Land ist, ist Armut keine Seltenheit in unserer Gesellschaft.

Vor allem die Altersarmut trägt dazu bei, dass ältere Menschen ihre Tiere oft abgeben müssen, weil sie nicht mehr in der Lage sind, diese zu versorgen. Das ist so schrecklich, dass ich darüber gar nicht nachzudenken vermag. Traurig ist das, aber leider wahr.
Unter ihnen gibt es aber auch die, die ihre Tiere unter keinen Umständen abgeben. Zu sehr lieben sie ihren vierbeinigen Begleiter und verzichten lieber selber auf alles mögliche. Ja, frieren lieber im Winter, weil sie keine Heizung anmachen oder essen nur das Notwendigste, um ihr Tier versorgen zu können. Das sind meist Menschen, die sonst niemanden mehr haben, außer ihren Schützling. Sie wären sonst allein und kein Mensch auf der ganzen Welt möchte alleine sein.

In der Tiertafel, in der Ludwig-Landmann-Straße 206, Frankfurt am Main, können sich verarmte Tierhalter einmal im Monat Futter für ihr Tier abholen. Unter der Leitung von Conny Badermann öffnet die Tiertafel jeden Samstag und verteilt gerecht, was jedes Tier braucht, denn natürlich hat ein Chihuahua einen anderen Anspruch, als ein Riesenschnauzer.
Ein Tierhalter der Unterstützung braucht, darf sich aber nicht mehr als vier Tiere halten, das ist sehr vernünftig. Wenn Tiere versterben und der zurückgelassene Halter ein neues Tier möchte wird darauf geachtet, dass es ein Tier aus dem Tierschutz oder Tierheim ist und altersgerecht vermittelt wird. Ich persönlich finde das richtig toll, denn so schließt sich der Kreislauf und jeder ist zufrieden. Vor allem für ältere Tiere aus dem Tierschutz ergibt sich so eine Chance auf ein Zuhause, denn  gerade die älteren Hunde und Katzen haben es immer schwer noch einen lieben Menschen zu finden.

Armut ist keine Seltenheit in unserem reichen Land
Armut ist keine Seltenheit in unserem reichen Land

Gewürdigte Arbeit

Besonders freue ich mich, dass die Tiertafel bereits mit zwei Anerkennungen auf ihr Engagement ausgezeichnet wurde.
2013 bekam Frau Badermann die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt für ihr ehrenamtliches Projekt und vor Kurzem wurden sie und ihre Mitstreiter mit dem Tierschutzpreis der Mechtold-Stiftung bedacht. Transparenz wird bei Conny Badermann groß geschrieben, jeder kann sehen wohin Gelder und Spenden fließen und so ist diese Anerkennung mehr als nur verdient.

Wir wünschen Conny Badermann und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern viele viele Spenden und Menschen die ihr mit viel Herzblut zur Seite stehen.

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