7 natürliche Hausmittel für Hunde

Hausmittel Hunde

Sodbrennen beim Hund ist ein typisches Beispiel, wie du mit einem relativ einfachen Mittel deinem Hund helfen kannst. Natürlich auch erst, nachdem der Reflux von einem Tierarzt diagnostiziert wurde, logisch! Nicht jedes Symptom eignet sich für eine Eigenbehandlung, dennoch gibt es Hundekrankheiten, die sich mit Hausmitteln kurieren lassen. Aber: wenn dein Hund anders ist als sonst, sollte der Tierarzt der erste Ansprechpartner sein. Scheinbar geringfügige Symptome können auch auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. In diesem Fall können Do-it-yourself-Maßnahmen unwirksam sein oder mehr Schaden als Nutzen anrichten. Im Folgenden findest du 7 Hausmittel für Hunde. Übrigens gibt es auch einige Hausmittel, die du selber machen kannst, etwa eine Wund- und Heilsalbe aus nur drei Zutaten, schau hier vorbei.

Es versteht sich von selbst, dass ein kranker Hund in die Hände eines Tierarztes gehört! Hausmittel sind nur dann eine Option, wenn es sich um leichte Beschwerden handelt oder wenn der Tierarzt sein “OK” gibt.

Blähungen, Sodbrennen, leichter Durchfall ohne erkennbare Ursache, Magengeräusche, Erbrechen oder sonstige Verdauungsbeschwerden lassen sich gut alternativ behandeln. Voraussetzung ist natürlich immer die Abwägung, blutiger Stuhlgang muss beispielsweise unbedingt tierärztlich untersucht werden. Das gilt auch bei Schmerzen oder bei einer anderen Verhaltensweise des Hundefreundes. Für Verdauungsbeschwerden, die aus tierärztlicher Sicht mit Hausmitteln behandelt werden können, gibt es Ulmenrinde. Keine Sorge über die Zubereitung, auf dieser Seite findest du eine Anleitung

  • Joghurt für eine ausgewogene Darmflora

Ein einfacher Naturjoghurt kann ein gesunder Genuss für den Hund sein und kann Darmverstimmungen sanft lindern. Die lebenden, probiotischen Organismen im Joghurt können dazu beitragen, Bakterien im Darm des Hundes im Gleichgewicht zu halten. Besonders bei der Gabe von Antibiotika kann das Naturprodukt Joghurt durch die enthaltenen Milchsäurebakterien hilfreich sein, denn Antibiotika vernichtet zwar schädliche Bakterien, unterscheidet aber nicht zwischen den “schlechten” und “guten” Keimen. Deswegen gerät das Gleichgewicht durcheinander.  Während etwa Milch von vielen erwachsenen Hunden nicht vertragen wird, ist das bei Naturjoghurt anders, er wird deutlich besser verstoffwechselt. Achte nur darauf, ausschließlich Naturjoghurt zu füttern.


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  • Kamillentee – innerlich und äußerlich eine wertvolle Heilpflanze

Kamille beruhigt den Magen und vermindert Entzündungen der Schleimhäute, also die Entzündung des Magens und der Darmschleimhaut. Kamillentee kann in die Futter- oder Wasserschale des Hundes gegeben werden. Auch äußerlich ist Kamille ein wirksames Hausmittel für Hunde. Einfach aus mehreren Teebeuteln einen starken Tee brauen, abkühlen lassen und mit einer kleinen Pumpflasche auf gereizte Hautstellen aufbringen.

 

  • Haferflocken gegen juckende Haut

Hafermehl enthält entzündungshemmende Substanzen, deswegen gilt das Getreide als ein natürliches Antibiotikum, welches in der Naturheilkunde häufig bei oberflächlichen Hautirritationen eingesetzt wird. Am besten zermahlst du Haferflocken zu einem feinen Pulver und mischt das ganze mit Wasser zu einem Brei. So kannst du es als Wickel auf btroffene Hautareale oder entzündete Stellen auftragen. Dieses alte Hausmittel für Hunde kann sicher so manche “chemische Keule” ersetzen.

 

  • Propolis für die Haut

Propolis ist eines der stärksten Mittel der Natur. Es wird von Bienen hergestellt, indem sie das Harz von Bäumen sammeln und weiterverarbeiten. Erstaunlicherweise finden sich in einem Bienenstock nahezu keine schädlichen Keime, obwohl dort um die 35 Grad samt einer hohen Luftfeuchte herrschen. Der Grund ist Propolis, mit dem die fleißigen Tiere alles abdichten, was Erregern den Zugang ermöglichen könnte. Propolis ist ein hochwirksames Mittel bei Verletzungen oder Hautirritationen, doch vorab muss getestet werden, ob es vertragen wird. Ich empfehle für die Behandlung beim Hund Propolis Tinktur:

 

  • Kräuter gegen Atemwegsbeschwerden

In vielen Kräutern sind zahlreiche Substanzen enthalten, die den Atemwegen gut tun. Jeder kennt die Wirkung von Fenchel, Salbei oder Anis auf Husten. Auch Hunde profitieren von Kräutern, leider sind die meisten in Pulverform und werden gerne mal schnöde missachtet.

 

  • Blütenpollen

Wir lieben Blütenpollen. Wir nehmen sie selbst – vorwiegend zur Erkältungszeit – und unsere Hunde sowie viele Hunde unserer Leser bekommen sie ebenfalls.

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Hausmittel für Hunde – was gibt es zu beachten?

Die Naturheilkunde hat einen festen Platz in der therapeutischen Behandlung. Dennoch sollte immer zuerst der Rat des Tierarztes befolgt werden. Ich persönlich nutze Hausmittel für Hunde nur in Absprache mit dem Tierarzt oder wenn ich mir sicher bin, was die Ursache der Beschwerden ist. So etwa beim Sodbrennen meiner kleinen Amy, die Ulmenrinde bekommt.

Da die Pflanzenkraft nicht unterschätzt werden darf, solltest du dich immer an die vom Hersteller angegebene Dosierung halten. Und bei einigen Produkten – etwa beim Propolis – testest du zuerst die Verträglichkeit, da hier ein hohes, allergenes Potenzial gegeben ist. Allgemeine Hausmittel für Hunde, wie Wärme oder das gelegentliche Geben von Naturjoghurt können nach Ermessen eingesetzt werden.

Wichtig!
Alle bereitgestellten Informationen auf hundepfote.org sind ausschließlich informeller Natur. Sie ersetzen keineswegs den Tierarzt!
Martina Pfannschmidt
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Martina gehört zur Spezies “wissenschaftsorientiert” und weiß einiges über die sogenannte “Phytotherapie”, also die Pflanzenheilkunde – die im Übrigen nix mit der Homöopathie zu tun hat. Die meisten Texte bezüglich Gesundheit, Krankheiten, Heilpflanzen und Naturstoffe stammen aus ihrer Feder. Alle Texte werden zudem regelmäßig durch eine Tierärztin geprüft.

2 Kommentare zu 7 natürliche Hausmittel für Hunde

  1. Bin etwas überrascht wegen des Tipps mit dem Joghurt: bereits beim Menschen, so ist zu hören, geht ein großer Teil der „guten“ Bakterien in der Magensäure verloren, nur ein geringer Teil schafft es überhaupt in den Darm hinein. Nun hat ein Hund im Magen einen noch höhren Anteil an Magensäure, viel höher konzentriert … wie schaffen es die Milchsäurebakterien, diese säurehaltige Soße im Magen zu überleben?

    • Hallo Petra,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar – du hast recht, das ist ein gutes Argument. Da werde ich dann nochmals Bücher wälzen und Recherchen betreiben, sicher gibt es auch hierzu Studien und Tests.

      LG

      Martina

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