Zahnstein beim Hund – 2 Hausmittel

Zahnstein beim Hund
Zahnstein beim Hund

Zahnstein beim Hund führt unbehandelt zu schmerzhaften Folgen, angefangen von Entzündungen bis hin zum Zahnverlust. Zahnstein kommt niemals von heute auf morgen, es ist ein langwieriger Prozess, der sich vermeiden lässt. Im folgenden Artikel geht es um die Gesunderhaltung der Zähne, woran Zahnstein erkennbar ist, wie er sich bildet und was du tun kannst, um es überhaupt erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Denn auch abgesehen vom regelmäßigen Tierarztbesuch kannst du als Hundehalter einiges zur Zahngesundheit deiner Fellnase beitragen. 

Zahnbürste für Hunde
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Die Definition von Zahnstein beim Hund

Zahnstein steht als Oberbegriff  für harte gelbliche bis bräunliche Ablagerungen an den Zähnen, die weder durch Spülen noch durch Bürsten entfernt werden können. Er bildet sich durch Mineralsalze aus Speichel, die sich mit Plaque vermischen. Im Grunde handelt es sich bei Zahnstein beim Hund um das gleiche Krankheitsbild wie beim Menschen. Hier gibt es einen Artikel über Zahnstein generell bei Wikipedia

Plaque?

Plaque ist eine weiche Ansammlung von Ablagerungen, die sich aus Speichel, den Resten von Lebensmitteln, Bakterien und deren Stoffwechselprodukten zusammensetzen. Letztendlich härten die Mineralsalze im Speichel diese Ablagerungen aus.


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Zahnstein selbst führt nicht zu einer Infektion, sondern die Bakterien, die an seiner rauen Oberfläche haften. Die Produkte ihrer Stoffwechselprozesse, zu denen auch Säuren gehören, greifen die Zähne und das Zahnfleisch an. Bei Hunden ist der Bereich um die Ausscheidungskanäle der Speicheldrüsen besonders anfällig für Zahnstein – das ist die Innenseite der Schneidezähne im Unterkiefer und die Außenseite im Oberkiefer.

Wie stark Zahnstein beim Hund ausgeprägt ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Menge des produzierten Speichels, der Größe der Zahnlücken und der Zusammensetzung der Bakterienmikroflora im Mund. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Zahnpflege bei Tieren mit einer erblichen Tendenz zu Zahnproblemen geschenkt werden.

Wie kommt es zur Plaque-Bildung?

Zahnstein beim Hund an sich ist geruchlos – ebenso der Zahnbelag. Den üblen Maulgeruch verursachen Bakterien, die sich angesiedelt haben. Durch Futterreste, die zwischen den Zähnen hängen bleiben, ist für Bakterien ein optimales Klima gegeben. Bakterien zersetzen die Futterreste, was ihnen dabei hilft, sich explosionsartig zu vermehren. Der Abwehrmechanismus kann dieser Bakterienflut bald nicht mehr “Herr werden”, ergo ist der Weg zu einer Entzündung nicht mehr weit. Eine Entzündung ist immer der Versuch vom Organismus, Keimen entgegenzutreten. 

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Eine Folge von Zahnstein beim Hund

Aus Zahnstein kann eine Parodontitis entstehen, dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die irreparable Schäden in der Mundhöhle verursachen kann. Unbehandelt bleibt nur die mechanische Entfernung des Zahnstein durch den Tierarzt, die in der Regel unter Vollnarkose erfolgt. Im schlimmsten Fall muss der Tierarzt den gesamten Zahn entfernen. Bei älteren und bereits erkrankten Tieren ist eine Vollnarkose oft ein riskantes Verfahren. Deswegen gilt es, dem Gebiss des Hundes hinreichend Aufmerksamkeit zu schenken, damit dies der Fellnase erspart werden kann. 

Infektionen des Zahnfleisches – schmerzhaft und gefährlich

Wie schon angesprochen, kann Zahnstein beim Hund zu einer Zahnfleischentzündungen führen, die extrem schmerzhaft ist und in den meisten Fällen verweigert die vielleicht sonst so verfressene Fellnase das Futter. Eine Zahnfleischentzündung kann in der Folge den Knochen befallen, was zum Zahnverlust führen kann – im schlimmsten Fall verliert der arme Hund sogar dadurch alle Zähne. 

Deshalb ist es so immens wichtig, dass Zahnfleischentzündungen richtig behandelt werden. Darüber hinaus können die Zahnstein verursachenden Bakterien aus der Mundhöhle in die Blutgefäße wandern und so innere Organe wie das Herz schädigen.

Und das kommt ins Futter, nach Rücksprache mit unserem Tierarzt und dessen Empfehlung: 

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Maulgeruch als ein Symptom

Schlechter Atem resultiert häufig aus der Besiedelung mit Bakterien, die in Plaque und Zahnstein eingeschlossen sind. Mundgeruch ist nicht nur eine unangenehme Begleiterscheinung, sondern kann auch ein Indikator für den Ausbruch einer Krankheit oder ein bestehendes medizinisches Problem sein. 

Kurzer Überblick

    • Zahnschmerzen können vom Hund nicht angezeigt werden, eventuell frisst er nicht. Manche Hunde wirken apathisch oder sie lecken sich ständig über das Maul.
    • Manche Hunde zeigen tatsächlich eine Wesensveränderung, deswegen bei plötzlicher Verhaltensänderung immer den Tierarzt aufsuchen! Hier können unerkannte Schmerzen der Auslöser sein. 
    • Zahnstein beim Hund ist vergleichbar mit einer Schneeflocke, die zur Lawine wird, deswegen vorbeugende Zahnpflege betreiben.
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Zahnstein beim Hund – Die ersten Symptome

  • An den Zähnen zeigen sich erste, gräulich-gelbe bis bräunliche Verfärbungen, meist im Grenzbereich zwischen Zahnfleisch und Zahn. 
  • Fährst du vorsichtig mit dem Finger über so eine Verfärbung, spürst du eine raue Oberfläche. 
  • Der Hund riecht unangenehm aus dem Maul. 

…unbehandelt führt das zu folgenden Konsequenzen

  • Der Zahnstein breitet sich von oben – weg vom Zahnfleisch – über den ganzen Zahn aus. Meist ist nicht nur ein Zahn betroffen, sondern zieht sich über das ganze Gebiss hinweg.
  • Rötlich verfärbte Stellen zeigen an, dass bereits eine Zahnfleischentzündung in vollem Gange ist. 
  • Im weiteren Verlauf kommt es zum Rückgang des Zahnfleisches bis hin zu Vereiterungen in den Zahnfleischtaschen. 
  • Der Geruch aus dem Maul steigert sich immens, der Hund riecht asig, faulig und somit extrem unangenehm.
  • Es kommt zum Zahnausfall.
  • Wird der Zahnstein beim Hund immer noch nicht behandelt, kommt es zu schwerwiegenden Vereiterungen, die den gesamten Organismus des Hundes in Mitleidenschaft ziehen. Insbesondere das Herz ist gefährdet, aber auch Leber und Nieren können aufgrund unbehandelter Zahnerkrankungen geschädigt werden.  
  • Zahnstein ist vor allem ein Gesundheitsrisiko!

Wichtig!
Alle bereitgestellten Informationen auf hundepfote.org sind ausschließlich informeller Natur. Sie ersetzen keineswegs den Tierarzt!

Martina Pfannschmidt
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Martina gehört zur Spezies “wissenschaftsorientiert” und weiß einiges über die sogenannte “Phytotherapie”, also die Pflanzenheilkunde – die im Übrigen nix mit der Homöopathie zu tun hat. Die meisten Texte bezüglich Gesundheit, Krankheiten, Heilpflanzen und Naturstoffe stammen aus ihrer Feder. Alle Texte werden zudem regelmäßig durch eine Tierärztin geprüft.

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