Sodbrennen beim Hund? Echt jetzt?

Sodbrennen beim Hund
Sodbrennen beim Hund

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
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Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

AniGo Ulmenrinde Plus - OHNE Aufkochen für Hunde & Katzen, Stark Schleimend, Naturrein in Premiumqualität, Bessere Verdauung und Darmflora, Ulmenrinde zur Darmsanierung, Slippery Elm Bark 120g
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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
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ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

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Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese. meine Daten werden niemals an Dritte weitergegeben und dienen nur dem Zweck der Kontaktaufnahme.

Ein kleines, großes Problem ist Sodbrennen beim Hund. Diese spezielle Form der Hundekrankheiten dürfte den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sein. Leider sind unsere vierbeinigen Freunde davor nicht gefeit. Glücklicherweise betrifft das brennende, schmerzhafte Phänomen unsere Hunde nicht ganz so oft wie uns Menschen, doch ein Hund, der unter Sodbrennen leidet, “leidet” tatsächlich.

Im folgenden Artikel geht es um das, was man einst in der Humanmedizin als “Pyrosis” bezeichnete. Pyrosis stammt aus dem Griechischen und steht für “Feuer”. Heute ist im Fachjargon vom “gastroösophagealen Reflux” die Rede, wenn es um Sodbrennen geht. Wenn du selbst unter Sodbrennen leidest, ist vielleicht dieser Artikel über Reflux hilfreich, es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation.

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hunden Sodbrennen und Magenbeschwerden häufig durch zu viel Magensäure ausgelöst.

Alles über Reflux beim Hund

Wir schauen uns an, welche Symptome Sodbrennen beim Hund verursacht. Wie können wir es erkennen? Auf welchem Weg zeigt unser Hund uns an, dass der obere Magen bis hoch zur Speiseröhre schmerzt? Wir werfen auch einen Blick auf die Ursachen, denn nur die Symptome zu behandeln, ist letztendlich nutzlos – wie bei jeder Erkrankung. Auch die Diagnose und natürlich die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten nehmen wir im folgenden Artikel unter die Lupe.

 

Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher Gegenstände
  • Leerschlucken
  • Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen einer schaumartigen Substanz
  • Aufstoßen
  • Würgen
  • Langfristig wechselhafter Appetit

Die Symptome können einzeln oder teilweise in Verbindung miteinander auftreten. Sodbrennen beim Hund äußert sich tatsächlich hauptsächlich mit dieser Symptomatik. Einige sprechen von sogenannten “Licky fits” – also Schluck-Leckanfälle. Dabei hat das Ablecken nichts mit dem “normalen” Ablecken zu tun. Hat der Hund Sodbrennen und bekommt solch einen Anfall, schleckt er in panischer Verzweiflung alles ab. Es gleicht also einem Zwang, der anfallsweise auftritt. Oft kommt es zusätzlich zu einem Leerschlucken oder zum Aufstoßen. Dabei schmatzen einige Hunde regelrecht, manche erbrechen eine schaumige gelbe Substanz. Das kann zur Folge haben, dass der Appetit auf Futter sehr gering ist, denn viele Hunde bringen das Aufnehmen von Nahrung und das unwohle Gefühl danach in unmittelbaren Zusammenhang

Das hektische und panische Ablecken sämtlicher erreichbarer Gegenstände beschränkt sich nicht nur auf das Sodbrennen. Es kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, hauptsächlich bei Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt.

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  • FREI VON ZUSÄTZEN - Unsere AniGo Ulmenrinde enthält keinerlei Zusätze. Ulmenrinde mit stark schleimenden Flohsamenschalen ist ein reines Naturprodukt. Geeignet für Hunde & Katzen aller Rassen

Letzte Aktualisierung am 28.02.2024 um 15:00 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API    

Eventuelle Folgen: Die Speiseröhrenentzündung

Fakten: Der gastrointestinale Reflux, auch Sodbrennen genannt, ist eine der häufigsten Ursachen der Speiseröhrenentzündung bei Hunden. Säure-Reflux ist das Ergebnis von Magensäure, die in den Ösophaguskanal gelangt und Reizungen an der Gewebeauskleidung der Speiseröhre verursacht, also jenem Muskelschlauch, der die Nahrung aus der Mundhöhle in den Magen transportiert.

Junge Hunde, die mit angeborenen Ösophagusanomalien geboren wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ösophagitis. Ältere Hunde, die wegen einer Operation oder aus anderen Gründen mit Anästhesie behandelt werden, können ebenfalls an dieser Erkrankung leiden. Eine der wichtigsten Komplikationen der Ösophagitis ist die Aspirationspneumonie, die durch das Eindringen von Nahrungsmittelpartikeln oder Flüssigkeitstropfen in die Lunge entsteht.

Amy und ihr Sodbrennen

Bei meinem eigenen Hund Amy kam es immer in der Nacht zu regelrechten “Sodbrennen-Anfällen”. Sie schleckt alles ab, bewegte sich dabei hektisch hin und her. Hörte sie kurz auf, alles abzulecken, schluckte sie leer. Wir sind beim ersten Mal voller Sorge mit ihr in die Tierklinik gefahren, wo man uns schnell beruhigen konnte. Der Hund hat Sodbrennen!

Da beim Sodbrennen Magensäure in die Speiseröhre läuft, ist vorstellbar, was die scharfe Säure an der zarten Schleimhaut der Speiseröhre anrichten kann. Deswegen sollte Sodbrennen immer sofort behandelt werden.

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem

Das Bild zeigt anschaulich den Weg, den die Nahrung nach der Futteraufnahme nimmt. Und hier fällt gleich der erste Unterschied zu uns Menschen auf, denn während unsere Speiseröhre nahezu senkrecht verläuft (beim Sitzen und Stehen), nimmt die Speiseröhre des Hundes einen fast waagerechten Weg. Somit sollte der Muskel, der am Eingang des Magens sitzt, funktionieren, ansonsten läuft ein Überschuss an Magensäure oder gar der Mageninhalt immer gleich zurück in die Speiseröhre – ein unangenehmer Gedanke.

Verdauungssystem Hund

 

Sodbrennen beim Hund – das Verdauungssystem.

Die Ursachen des Reflux

Während beim Zweibeiner die Ursache meist in etwas zu viel Nahrungsaufnahme, der ein oder anderen Zigarette oder dem Gläschen Alkohol zu finden sind, liegt das beim Hund anders. Hunde rauchen nicht, konsumieren keinen Alkohol. Sie können dafür aber wie Menschen an einem Zwerchfellbruch leiden, der ebenfalls zu Reflux führt. Doch die Ursachen für Sodbrennen beim Hund liegen nicht im Zwerchfellbruch, sondern haben meist andere Ursachen. Dennoch ist es natürlich wichtig, einen Hund mit Reflux zur sicheren Diagnose gründlich untersuchen zu lassen, dazu später mehr. Die Ursachensuche ist also nicht ganz so einfach, deswegen schauen wir am besten nach, wie es normalerweise sein sollte

Der normale Weg der Nahrung

Ein Blick auf die Magensäure des Hundes zeigt, dass diese sehr sauer ist. Da Hunde Fleischfresser sind, muss die Magensäure diesen hohen Säuregehalt aufweisen, damit am Fleisch anhaftende Keime vernichtet werden. Im Normalfall verläuft der biologische Prozess folgendermaßen ab:

  • Die zerkaute Nahrung gelangt über die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.
  • Es wird vermehrt Magensäure produziert, um die Nahrung aufzuspalten.
  • Ein Schließmuskel (Sphinkter) am Eingang des Magens sorgt dafür, dass die Nahrung im Magen bleibt.
  • Am unteren Ausgang des Magens ist ein weiterer Schließmuskel (Pylorus) aktiv, damit die Nahrung nicht zu früh den Magen verlässt.
  • Der Magen walkt die Nahrung durch und gibt sie an den Zwölffingerdarm weiter.

Beim Sodbrennen hingegen funktioniert der obere Schließmuskel nicht oder nur eingeschränkt. Das führt dazu, dass sowohl die Nahrung als auch die Magensäure zurück in die Speiseröhre laufen kann.

Der Magen empfängt falsche Signale = eine Ursache

Hin und wieder kommt es vor, dass dem Magen eine Futteraufnahme signalisiert wird, obwohl gar keine stattfindet. Er beginnt mit der Produktion der Magensäure, um gewappnet zu sein. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Sodbrennen beziehungsweise zum „Gastroösophagealen Reflux“. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Während beim Menschen die Ursachen des sogenannten „Reflux“ häufig bekannt sind, ist das bei Hunden nicht unbedingt gleich ersichtlich. So kann etwa das „B.A.R.F-en“ – also die Fütterung von Rohkost – bei manchen Hunden Sodbrennen auslösen. Insbesondere, wenn sie diese Fütterungsform nicht gewohnt sind. Um also Beschwerden wie Sodbrennen beim Hund während einer Futterumstellung auszuschließen, sollte diese tatsächlich über einen Zeitraum zwischen zwei und drei Wochen eingeplant werden.

Auch Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente oder Stress kommen als auslösende Faktoren in Betracht. Junge Hunde leiden übrigens häufiger an Sodbrennen als ältere Tiere.

Sodbrennen durch Stress

Einer der Hauptgründe sind stressige Situationen. Stress gehört zum Leben dazu, er hat evolutionär das Bestehen des Lebens gesichert. Gibt es kurzzeitigen Stress beim Hund, konzentriert sich der gesamte Organismus darauf, sich entweder auf einen Kampf, eine Jagd oder auf eine Flucht vorzubereiten. Das muss nicht immer im “Großen” passieren, es reicht häufig schon, wenn dein Hund eine Katze sieht oder gar den verhassten Nachbarshund.

Was hat das mit Sodbrennen zu tun? Ganz einfach: Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert, die Muskeln nehmen es auf. Für die Verdauung bleibt in dieser Situation kein Platz. Diese reduziert sich auf das Nötigste. Der Mageninhalt wird also nicht so verarbeitet, wie wenn der Hund in Ruhe verdaut. Es kann – muss nicht – aber kann hier durchaus zu Sodbrennen beim Hund kommen. Im Prinzip genau wie bei uns Menschen: Viele reagieren sehr sensibel auf stressige Situationen, gerne mal mit Reflux.

Es gibt Hunde, die stoßen sauer auf, wenn sie Leckerli bekommen, wenn sie eine Scheibe Wurst verschlingen oder wenn man ihnen mit einem Stück Käse eine Freude machen möchte. Kurz: Wenn sie außerhalb der Fütterungszeit etwas zu sich nehmen – oder gar draußen unerlaubt etwas fressen.

Hinzu kommt, dass im Handel käufliche Leckerli gerne mal mit Substanzen angereichert sind, die eigentlich nicht zur Hundeernährung gehören, etwa Zuckerstoffe. Diese nicht artgerechten Stoffe können bei empfindlichen Hunden schon zu einer Überlastung und somit zu Sodbrennen führen.

Zeitpunkt

Wenn du nachts um drei ein halbes Hähnchen futterst, kann es unter Umständen dazu kommen, dass es dir schwer im Magen liegt. Beim Hund ist es nichts anderes – auch er hat seinen Biorhythmus. Aber auch eine Abweichung vom sonst geregelten Tagesablauf kann zu Sodbrennen beim Hund führen. Bekommt dein Hund immer um 10 Uhr seine Mahlzeit, beginnt seine Magensaftproduktion bereits davor. Gibt es dann ausnahmsweise erst um 11 Uhr das Futter, hat er deutlich zu viel Magensäure intus, die unter Umständen über die Speiseröhre wieder nach oben wandert.

Das Bronchialsystem

Hunde, die unter Asthma leiden, haben häufiger Sodbrennen. Das liegt schlicht daran, dass die Luftröhre und die Speiseröhre über die gleiche Öffnung verfügen. Läuft Magensäure bis in den Rachenraum, können winzige Teile in die Luftröhre gelangen. Die scharfe Säure reizt natürlich das Bronchialsystem und kann die Atemwege schädigen. Auch ein wichtiger Grund, gegen den Reflux vorzugehen.

Die Galle

Die Galle ist ein sehr “stilles” Organ. Ihre Arbeit verrichtet sie ohne große Auffälligkeiten. Die Nahrungsfette werden im Magen aufgespalten und im Dünndarm sorgt die Gallenflüssigkeit für eine Bindung derer. Sie bildet daraus Moleküle, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Wenn die Gallenflüssigkeit jedoch in den Magen gelangt, kann es dazu kommen, dass der Hund einen gelben Schaum erbricht. Auch das kann ein Auslöser für Sodbrennen sein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen eines Anfalls von Sodbrennen beim Hund können vielfältig sein. Interessanterweise bekommen Hunde, die nach der B.A.R.F.-Methode gefüttert werden, eher Sodbrennen als Hunde mit einem herkömmlichen Speiseplan. Ein Grund hierfür ist aber meist nur der zu schnelle Umstieg von konventionellen Hundefutter hin zum B.A.R.F-en. Auch Medikamente oder einfach nur Veranlagungen können ursächlich sein.

Die Diagnose von Reflux beim Hund

Kommt es häufig zu den genannten Symptomen oder leidet der Hund regelrecht unter den Krankheitsanzeichen, kann der Tierarzt eine Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchführen. Damit lässt sich erkennen, ob die Schleimhaut Veränderungen zeigt oder welche Ursachen sonst eventuell infrage kommen könnten.

Ansonsten beruht die Diagnostik häufig auf den Aussagen des Hundehalters und der allgemeinen Untersuchung des Hundes. Gelegentliches Sodbrennen ist kein Grund zur größten Sorge, doch das Fütterungsverhalten und das gesamte Umfeld sollte schon beobachtet werden. Vielleicht stibitzt der Hundekumpel das Katzenfutter aus Nachbars Garten und verträgt es nicht? Eventuell bekommt er Knochen oder Leckerlis, die ihm nicht bekommen? Oder es stresst ihn etwas, was seinem empfindlichen Magen zur ungewollten Höchstleistung anregt? Auch hier zeigen sich Ähnlichkeiten mit menschlichem Sodbrennen. Auch bei uns Menschen kann Stress zu Sodbrennen führen, der Magen arbeitet also wie wild, um Magensäure zu produzieren, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Lässt jetzt noch der Pförtner seine Muskeln erschlaffen, schießt die Magensäure in die Speiseröhre.

Sodbrennen beim Hund – Hausmittel

Vielen Hunden hilft Gras. Bei einigen beendet das Gras-fressen die Symptome, bei anderen führt das allerdings zu Erbrechen. Wenn sich das Sodbrennen deines Hundes mit Gras beschwichtigen lässt, solltest du ihn nach Möglichkeit nicht das Gras neben der vielbefahrenen Straße kauen lassen, sondern kaufst ihm bestenfalls Katzengras.

Auch hartes, vollkommen getrocknetes Brot ist eine Option, zumindest bei den Hunden, die nicht allergisch auf Getreide reagieren. Naturjoghurt im Futter kann ebenfalls die aufgebrachte Magenschleimhaut beruhigen, allerdings mögen das nicht alle Hunde.

Soforthilfe

Wie schon angesprochen, hilft bei vielen Hunde Gras. Wenn dein Hund unter akutem Reflux leidet, lass ihn Gras fressen, sofern er das möchte und verträgt.

  • Gras fressen lassen
  • Das Futter mit etwas Naturjoghurt anreichern
  • Etwas Heilerde über das Futter geben
  • Immer mal ein kleines Stückchen Zwieback zwischen den Mahlzeiten füttern
  • Keinesfalls während eines “Anfalls” einen Knochen geben

Einige Hundebesitzer haben übrigens gute Erfahrungen mit einem Kräutertee oder Möhrensaft gemacht, das habe ich selbst aber noch nicht versucht. Im Prinzip besitzen Hunde einen ausgeprägten Instinkt dafür, was Ihnen gut tut und demnach nehmen sie normalerweise auch nur die Sachen zu sich, die ihnen helfen. Also – der Hund hat Sodbrennen? Dann lasst ihn ruhig grasen oder versucht, eines der anderen Hausmittel gegen Sodbrennen. Häufen sich jedoch die Anfälle des Sodbrennens, dann muss der Liebling beim Tierarzt vorstellig werden, vielleicht gibt eine Magenspiegelung Aufschluss über die Ursache.

Ernährungsberatung für Hunde mit Bienenprodukten
Gerne helfe ich dir und deinem Hund mit einer Ernährungsberatung, spezialisiert auf Bienenprodukte als Nahrungsergänzung. Blütenpollen, Propolis & Co lassen sich hervorragend bei Hunden wohldosiert einsetzen. Nutze einfach das Kontaktformular unten oder schreibe mir direkt an info@hundepfote.org.

 

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Heilerde = Heilschlamm = kein Sodbrennen?Die Nahrungsaufnahme

Läuft alles normal, gelangt die aufgenommene Nahrung durch die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen. Der Magen “kümmert” sich, indem er Magensäure zur weiteren Verdauung produziert. Damit alles seinen richtigen Gang geht, befindet sich an beiden Ausgängen des Magens eine Art Schließmechanismus. Ein Schließmuskel (Sphinkter) sorgt am Übergang der Speiseröhre in den Magen dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und auf der unteren Seite verrichtet der Magenpförtner (Pylorus) seinen Dienst. Alles, was einmal im Zwölffingerdarm landet, kann nicht mehr zurück, das verhindert dieser Magenpförtner.
Zurück zum Übergang der Speiseröhre in den Magen. Der dortige Schließmuskel (Refluxbarriere) ist manchmal etwas schwach auf der Brust. Das kann etwa auch daran liegen, dass die Speiseröhre zwar ein dünner Schlauch ist, sich jedoch unfassbar dehnen kann. Deswegen können Hunde auch mal größere Brocken schlucken – was jedoch für den Schließmuskel Schwerstarbeit bedeutet. Bei Sodbrennen hat diese Barriere versagt und die aggressive Magensäure läuft samt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Oft bemerkt man dies beim Aufstoßen, wenn sich plötzlich Teile der eben verspeisten Mahlzeit wieder in der Halsregion befinden. Unangenehme Sache. Die Folge – Sodbrennen!

Akut oder chronisch?

Chronisches Sodbrennen ( gastroösophageale Refluxkrankheit) ist kein Spaß, denn neben den Schmerzen können sich noch weitere Folgeerkrankungen einstellen. Das ist nicht nur beim Menschen so, auch Hunde mit Sodbrennen sind absolut behandlungsbedürftig, denn erstens ist es eine schmerzhafte Erkrankung und zweitens kann die aggressive Magensäure der sensiblen Speiseröhre ernsthaft schaden. Sodbrennen beim Hund muss immer ernst genommen werden und bedarf einer gesicherten Diagnose. Steht diese, gibt es natürlich Hausmittel zur Prävention und Mittel, um einen Anfall weitestgehend einzudämmen oder gar ganz

Sodbrennen beim Hund? - Kenn ich nicht!!

 

… aber auch im Gras wälzen ist soo schön

Sodbrennen beim Hund – Die Symptome

Hunde äußern die brennenden Schmerzen des Sodbrennens häufig mit hektischem Leerschlucken, wobei sie zeitgleich alles ablecken. Dabei kommt es meist zu einem vermehrten Speichelfluss, zu Aufstoßen und/oder zu Würgebewegungen. Einige Hunde beginnen regelrecht zu „schmatzen“, andere erbrechen eine schaumartige Substanz. In der Folge leiden manche Hunde unter einem wechselnden Appetit, mal mögen sie ihr Futter, mal nicht. Direkt nach dem Füttern zeigen einige Hunde deutlich an, dass sie sich unwohl fühlen, es kann jedoch auch erst Stunden nach dem Füttern zu Sodbrennen kommen.

Letztendlich muss ein Tierarzt feststellen, ob es sich um Sodbrennen beim Hund handelt, ob vielleicht andere Erkrankungen vorliegen, die diese Symptomatik auslösen oder ob der Grund von einem krankheitsbedingten Magenproblem verursacht wird.

  • hektisches Ablecken sämtlicher G