Hausmittel gegen Milben beim Hund

Milben sind winzige, für das menschliche Auge kaum sichtbare Parasiten. Die gute Nachricht: Sie übertragen eher selten Krankheitserreger. Die schlechte Nachricht: Sie führen unter Umständen zu erheblichen Hautreaktionen bei der Fellnase. Juckreiz und Hautabschürfungen sind nur zwei Beispiele für die Folgen eines Milbenbefalls. Im folgenden Artikel dreht sich alles um die ekligen Parasiten, woran du einen Befall erkennen kannst und was du dagegen tun kannst. Es gibt absolut solide wirksame Hausmittel gegen Milben beim Hund, die wir ebenfalls in diesem Beitrag unter die Lupe nehmen.

Was sind Milben?

Milben (Acari) zählen als Unterart zu den Spinnentieren. Stand jetzt sind etwa 50.000 Arten bekannt, die in knapp 550 Familien gegliedert werden. (Quelle: Wikipedia) Zu den bekanntesten Milben beim Hund zählen Ohrmilben, Grabmilben, Haarbalgmilben (Gattung Demodex), Herbstgrasmilben aber auch Hausstaubmilben. Die heimtückischen Biester tummeln sich beileibe nicht nur auf der Haut von vernachlässigten Hunden. Selbst ein top-gepflegter Hund, der in einem absolut sauberen Haushalt lebt und regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt wird, kann an Milben leiden. Milben oder deren Ausscheidungen können im Ernstfall zu Allergien oder zu Asthma führen.

Hausmittel gegen Milben beim Hund
Ohrmilben sind eine echte Plage
  • Ohrmilben (Otodectes cynotis)

Die parasitisch lebende Milbenart “Otodectes cynotis” ist als “Ohrmilbe” bekannt und kommt relativ häufig vor. Es ist sogar die am häufigsten auftretende Räudemilbe bei Raubtieren – also auch beim Hund. In den allermeisten Fällen sind Ohrmilben – wie es die Bezeichnung schon vermuten lässt – in den Hundeohren anzutreffen. Dort siedeln sie sich bevorzugt im äußeren Gehörgang und innerhalb der Ohrmuschel an. Sie ernähren sich von Hautschuppen und eventuellen Verkrustungen.

Nicht die Milben selbst sorgen für Allergien

Da sowohl Speichel als auch Kot der Parasiten hohes allergenes Potential aufweisen, kommt es zu Reaktionen wie etwa Juckreiz, unruhiges Verhalten und einem ständigen Gekratze. In den meisten Fällen versucht der Organismus dagegen vorzugehen, indem er vermehrt Ohrenschmalz produziert. Durch die Vermischung von Ohrenschmalz und Milben entsteht eine bräunlich-dunkle, sekret-artige Substanz, die schon ein recht eindeutiges Symptom darstellt.

Symptome Ohrmilben

  • Haarausfall
  • dunkle Verkrustungen am äußeren Gehörgang
  • Hautabschürfungen

Was tun gegen Ohrmilben beim Hund?

Ohrmilben haben einen Lebenszyklus von rund 21 Tagen und können auch außerhalb des Hundeohrs überleben. Deswegen ist ein regelmäßiger Blick in das Hundeohr unerlässlich, um Erkrankungen wie etwa eine Ohrenentzündung auszuschließen. Neben dem regelmäßigen Check durch den Tierarzt kannst du selbst aktiv werden, indem du die Ohren deines Hundes bestenfalls täglich überprüfst. Hinzu kommt eine regelmäßige, vorsichtige Reinigung des Ohres mit einem pflanzlichen Ohrreinigungsmittel.

Natürliches Reinigungselixier:

Es gibt natürliche Ohrreiniger, der aus rein natürlichen Substanzen bestehen. Als Basis dienen meist EM aktivierte Trägerlösungen (effektive Mikroorganismen), abgerundet durch pflanzliche Ölkomplexe, Pflanzenextrakte und natürliche Spreit- und Hilfsstoffe.

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  • Grabmilben (Sarcoptes scabiei var. canis)

Grabmilben kommen sowohl beim Menschen als auch bei Tieren vor. Sie bohren sich unter die Haut, um dann dort ihre Eier abzulegen – absolut fies! Beim Menschen bezeichnet man das dann als Krätze, beim Hund ist es die Räude. Wobei die Krätze des Menschen von der Art Sarcoptes scabiei var. hominis ausgelöst wird und die Grabmilben des Hundes nur versehentlich auf der Haut des Menschen landen. Dabei ist natürlich auch das unangenehm. Starker Juckreiz ist in jedem Fall symptomatisch.

Die auch als Sarcoptes-Milben bezeichneten Grabmilben sind hochansteckend und recht weit verbreitet. Der extreme Juckreiz lässt sich für einen betroffenen Hund kaum kontrollieren. Nicht wenige Hunde verletzen sich durch das Kratzen sogar selbst. Die Symptome zeigen sich meist zuerst im Juckreiz, erst im späteren Verlauf weist die Haut rote Flecken auf, Papeln bilden sich.

Wichtig:

Grabmilben sollten unbedingt tierärztlich behandelt werden – dabei sollten alle im Haushalt lebenden Tiere mit zum Tierarzt. Es gibt spezielle Präparate, die die Milben zuverlässig abtöten.

Symptome Grabmilben

  • extremer Juckreiz
  • feuerrote Hautstellen, teilweise blutig
  • bakterielle Hautinfektionen

Was tun gegen Grabmilben beim Hund?

Hunde mit Räude müssen tierärztlich behandelt werden. Die Symptome sind extrem ausgeprägt, zudem drohen bakterielle Infektionen. Zur Vorbeugung einer Infektion empfehlen wir generell, den Hund gelegentlich mit einem hochwertigen Apfelessig zu besprühen. Wenn du deinen Hund etwa alle zwei Wochen mit einer guten Essig-Kräuter-Mischung einsprühst und ihm gute Pflege zukommen lässt, kannst du Einiges verhindern.

  • Haarbalgmilben (Gattung Demodex)

Haarbalgmilben entwickeln sich in den Haarfollikeln. Die Gattung Demodex lebt “in” vielen Hunden, doch nur bei einem geschwächten Immunsystem kommt es zum Ausbruch der Erkrankung. Dann nämlich vermehren sie sich schlagartig, was vom körpereigenen Abwehrsystem so nicht mehr bewältigt werden kann.

Demodexmilben werden häufig bei der Geburt an das Jungtier weitergegeben. Normalerweise hat das Immunsystem die Parasiten auch im Griff. Nur bei einer gestörten Funktion der Abwehr kann es zu der nicht ansteckenden Erkrankung kommen.

Symptome Haarbalgmilben (Demodex)

  • Haarausfall
  • Papeln und Pusteln
  • Juckreiz
  • Im weiteren, schweren Verlauf kann es zu Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten kommen.

Was tun gegen Haarbalgmilben beim Hund?

Der Tierarzt wird mittels eines Hautgeschabsels und anschließender mikroskopischer Untersuchung feststellen, ob es tatsächlich Demodexmilben sind. Falls ja, wird er ein spezielles Präparat verschreiben, welches unbedingt nach der tierärztlichen Anweisung angewandt werden sollte. Ansonsten lässt sich ein Befall mit Demodex-Milben kaum verhindern, da gerade Junghunde oder Welpen mit einem schwachen Immunsystem betroffen sind.

Bevor man jetzt dazu übergeht, prophylaktisch jedem Welpen zusätzliche Immunstärker zu verabreichen, sollte man lieber generell auf eine artgerechte Fütterung und Haltung der Tiere achten und mit einem abwehrgeschwächten Welpen lieber direkt zum Tierarzt gehen.

  • Herbstgrasmilben (Trombicula autumnalis)

Herbstgrasmilben schlüpfen im Sommer und Herbst und die Larven suchen sich ihren Wirt. Besonders aktiv sind die Larven der Milbenart “Trombicula autumnalis” an warmen Tagen ab dem Hoch- bis Spätsommer, ab etwa 15, 16 Grad. Pfoten. Kopf, Ohren, Beine und Bauch sind besonders prädestinierte Stellen, die von den heimtückischen Parasiten aufgesucht werden. Die Larven “sitzen” ganz oben auf trockenen Grashalmen und gelangen so ganz easy auf das Wirtstier. Betroffene Hunde zeigen oft rötliche Hautflecken, die sich deutlich von der gesunden Haut abgrenzen.

Der Befall von Herbstgrasmilben ist jetzt nicht unbedingt gefährlich, doch einige Hunde reagieren eben relativ stark mit Juckreiz, was wiederum eine bakterielle Infektion zur Folge haben kann.

Symptome Herbstgrasmilben

  • Juckreiz
  • rostrote Flecken auf der Haut
  • Pusteln
  • Es kann sich zu einer allergischen Reaktion ausweiten.

Was tun gegen Herbstgrasmilben beim Hund?

Im Grunde wäre es allerdings am besten, den Hund nach jedem Spaziergang durch trockenes Gras abzuduschen. Macht natürlich aber auch keinen Sinn, denn viele Hunde würden das als “Strafe” empfinden. Ein richtiges Hausmittel gegen Milben gibt es nicht. Bei einem schweren Verlauf -und sei es nur starker Juckreiz- sollte der Tierarzt konsultiert werden, der spezielle Präparate gegen die Herbstgrasmilben hat. Hausmittel gegen Milben beim Hund lassen sich nur begrenzt einsetzen.

  • Hausstaubmilben (Dermatophagoides)

Hausstaubmilben gehören zu unserem Leben wie Bakterien auch. In der Regel leben sie auch nicht auf einem Wirtstier, sondern tummeln sich in unseren Teppichen, Betten, Decken usw. Die Hausstaubmilbe sorgt jedoch durch ihren eiweißhaltigen Kot für Allergien – und zwar bei Menschen und Hunden. Eine einzige Hausstaubmilbe setzt täglich um die 20 mal Kot ab. Das entspricht einer “Lebensleistung” des 200fachen ihres eigenen Körpergewichtes.

Diese “Häufchen” zerfallen nach dem Trocknen zu Staub, der dann aufgewirbelt und eingeatmet wird. Kommt es dann zu einer Überreaktion des Immunsystems, kann sich daraus eine Allergie entwickeln.

Symptome Hausstaubmilbenallergie

  • Juckreiz
  • Haarausfall
  • Niesanfälle

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Wichtig!
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Martina Pfannschmidt
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