Der Hund bellt beim Klingeln? Das muss nicht sein

Bellen beim Klingeln - das muss nicht sein.

Manche Hunde schlafen seelenruhig weiter, wenn es klingelt, manche nicht. Einige gebärden sich wie toll, andere versperren kurzerhand den Weg zur Tür. Objektiv betrachtet, gibt es beim Klingeln keinen Grund zu bellen – der Besucher zeigt ja an, dass er gerne eintreten möchte. Ein Einbrecher hingegen tut das nicht. Somit wissen wir beim Klingeln selbst, dass jemand vor der Türe steht – auch ohne die Hilfe unseres vierbeinigen Freundes.

Der Hund bellt beim Klingeln – was tun?

Der Hundekumpel macht ein Riesen-Spektakel, sobald jemand an der Tür klingelt oder klopft? Was macht ihr, wenn er/sie das tut? Die meisten Menschen neigen dazu, mit ihrem Hund einfach mitzubellen. Sie sprinten laut schreiend zur Tür und die ganze Nachbarschaft kann sich an den vielen “Aus, Pfui, Ruhe” ergötzen. Egal, was ihr dem Hund entgegen brüllt, damit macht ihr das ganze Spektakel nur noch schlimmer. Euer Geschrei stachelt den Hund nur noch mehr an, denn in seiner Welt “bellt” ihr mit. Euer Hund hat indessen den Platz an der Tür für sich beansprucht und es gilt diesen zurück zu erobern. Wenn er dies schon seit Jahren so macht ohne das ihn jemand ernsthaft daran gehindert hat, wird es ein wenig dauern bis ihr diesen Platz der Wohnung wieder euer Eigen nennen können. Aber keine Sorge, das ist zu schaffen!

Bellen beim Klingeln - das muss nicht sein.
Bellen beim Klingeln – das muss nicht sein.

Müssen wir die Gründe analysieren?

Ich wühlte mich durch die Tiefen des Internets und entdeckte erstaunliche Erkenntnisse, wenn es darum geht, dass der Hund beim Klingeln bellt. Eine Hundepsychologe muss hinzugezogen werden. Aha. Wenn der Hund aus “Bockigkeit” bellt, ist es was anderes wie das Bellen aus Angst. Aha. Ich bin der Meinung, dass ich als verantwortungsbewusster Hundehalter meinem Hund zeigen kann, dass weder “Bockigkeit” noch Angst angezeigt sind.

Wenn ich beim Thema “der Hund bellt beim Klingeln” gegen die Hilfe eines Hundepsychologen bin, dann richtet sich dieser Widerwille nur gegen dessen Einsatz bei “normalen” Hunden. Bei einem schwer traumatisierten Hund ist natürlich das Hinzuziehen eines Hundepsychologen eine wertvolle Option!

Der Hund bellt beim Klingeln normalerweise aus einem einzigen Grund: Ein durchdringendes Geräusch erklingt, verbunden mit einem zu erwartenden Besuch. Oder verbunden mit der Erwartung, dass Frauchen beziehungsweise Herrchen nach dem Geräusch aufspringen und hektisch zur Türe eilen. Fertig.

Wichtig ist, dass ihr Folgendes permanent und oft übt. Der Hund bellt beim Klingeln? Nicht mehr lange. Nehmt euch Nachbarn, Freunde und Verwandte bei der Übung zur Hilfe, denn künftig wird es etwas länger dauern, bis ihr die Tür öffnt.

7 Tipps, um dem Hund das Bellen beim Klingeln zu untersagen respektive abzugewöhnen

  1. Es klingelt, der Hund rennt laut kläffend los – geht aufrecht, mit ruhiger und ausgeglichener Ausstrahlung und vor allem wortlos hinterher.
  2. An der Tür angekommen positioniert euch zwischen  Hund und der Tür. Drängt den Hund mit dem ganzen Körper zurück an das Ende des Flurs.
  3. Macht ihm nur mit Handzeichen und einem akustischen Laut, wie »ksch« oder »hey« klar, wo er hin soll. Alle Laute und die gesamte Ausstrahlung müssen ruhig, aber konsequent erscheinen.
  4. Möglicherweise müsst ihr diese Haltung auch erst üben. Erst wenn euer Hund verstanden hat, dass er dort zu bleiben hat, öffnet die Tür. Euer Hund wird diese Sprache sofort verstehen, denn es ist seine Sprache, “die Körpersprache”. Ihm muss nun nur noch klar werden, dass dieser Platz der Wohnung ab sofort wieder uneingeschränkt euch gehört.
  5. Bei einem jungen Hund oder einem, der dieses Verhalten erst angefangen hat, wird das schneller gehen. Ein Hund, der dieses Verhalten schon längere Zeit verinnerlicht hat, wird “seinen Platz” nicht so schnell aufgeben wollen.
  6. Übt das – nach Möglichkeit – zu den verschiedensten Zeiten. zehnmal hintereinander bringt nicht so viel wie dreimal zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
  7. Ein anderer Tipp funktioniert nur dann, wenn sich euer Hund zuverlässig auf seinen Platz schicken lässt. Wenn es klingelt, schickt euren Hund sofort auf seinen Platz – ruhig und konsequent.
Nur gucken - nicht kläffen!
Nur gucken – nicht kläffen!

Agiert wortlos und ohne den Hund zu ängstigen

Gehen wir die Sache doch mal in der Praxis durch: Es klingelt, der Hund bellt und rast zur Tür. Ihr bewegt sich ebenfalls zur Türe. Atmet kräftig durch, um Ruhe zu bekommen. Bevor ihr die Türe öffnet, “überholt” den Hund und wendet euch ihm zu – alles wortlos!

Nun zeigt mit der Hand in Richtung seines Platzes, untermalt von einem Geräusch. Das kann am Anfang dauern, doch je konsequenter ihr hier sind, umso schneller treten Erfolge ein.

Hier ist eure absolute Beharrlichkeit und Konsequenz gefordert und natürlich die vielen Wiederholungen über den ganzen Tag verteilt, immer dann wenn ihr Zeit habt oder gerade einer Ihrer Freunde oder Verwandten zu Besuch ist. Ihr werdet sehen, dass euer Hundekumpel dieses unerwünschte Verhalten relativ schnell ablegt und ihr wieder entspannt eure Besucher empfangen könnt. Und wenn überhaupt nichts zu helfen scheint, können ihr euch mit einem Antibell-Halsband behelfen. Es ist unschädlich und unglaublich wirksam. Hier geht es zu einem Artikel, in dem ich eines der Geräte wirklich auf Herz und Nieren testete.

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