Das Ergebnis der DNA-Analyse von Sasha

Maira

Vor ein paar Wochen habe ich Euch versprochen, dass ich über die Gentestanalyse von Sasha berichten werde sobald sie mir vorliegt. Es soweit: Sashas DNA-Test ist ausgewertet!

Das Ergebnis ist jedoch völlig anders ausgefallen, wie wir uns dachten. Alles mögliche stellten wir uns vor, nur nicht das, was dabei herauskam. Doch bevor ich schon jetzt alles verrate, gibt es einiges zu erklären.

Der Ablauf der Rassehundbestimmung

Ich bestellte bei feragen.at ein Testpaket, welches zwei Tage später in meinem Briefkasten lag.

Das Testpaket
Das Testpaket
Zwei spezielle Bürstchen lagen dem Testpaket bei samt einem Fragebogen

Sashas DNA-Test

Mit den zwei Bürstchen strichen wir vorsichtig in Sashas Schnute herum, genauer, im Oberkiefer. Anschließend lässt man die Bürstchen trocknen, dazu stellten wir sie einfach mit der Bürste nach oben in einen Becher. Natürlich achteten wir akribisch darauf, die Bürstchen auch nicht annähernd zu berühren. Abgeschickt – und das Warten begann. Vier bis sechs Wochen sollten ins Land fließen, bis das Ergebnis der Rassehundbestimmung vorliegen soll. Zuerst kam eine Mail, ein paar Tage später hatten wir das Zertifikat.

Rassehundbestimmung
Rassehundbestimmung – das Zertifikat
Rassehundbestimmung
Die Rassemerkmale

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Es war wohl nicht ganz einfach bei Sasha eindeutige Rasse-Signaturen nachzuweisen. Sie ist zu stark mit den verschiedensten Rassen durchmischt.

Das Labor teilte uns mit, dass dies wohl oft der Fall ist, wenn es sich bei den Hunden um eine südländische Herkunft handelt. Unter anderem war eben auch Griechenland mit aufgezählt und unser Sashi-Spatz ist ja bekanntlich aus Griechenland. Auch bei Hunden aus dem östlichen Raum sei dies schwierig, wobei hier wohl sehr häufig der anatolische Hirtenhund mitgemischt hat. Im mitteleuropäischen Raum ist es der Schäferhund, der seine Gene in fast allen Mischlingshunden hinterlassen hat.

Da es in den südlichen und östlichen Herkunftsländer sehr viele Staßenhunde gibt, sind extreme Rassevermischungen unabdingbar. So eben auch bei Sasha und ihren Schwestern Maira und Xenia, die alle drei farblich und auch in der Größe unterschiedlich ausgefallen sind.

Hier mal der direkte Vergleich der Drei  – glücklicherweise haben wir von allen dreien Bilder:

Sasha
Sasha

 

Maira
Maira
Xenia
Xenia

Lediglich zwei eindeutige Zuordnungen von Rassen waren bei Sasha möglich.

Weitere fünf Vorfahren, von am besten passenden Rassen, wurden ermittelt, die als Mischlingsanteil angeführt wurden.

Die Auswertung des Gentests

Sicher sind also zwei Rassen nachgewiesen. Es scheint unglaublich, selbst wenn man nur Bilder von Sasha und ihren Schwestern kennt.

Ergebnis
Der Pudel und der Chihuahua waren hier also eindeutig zu Gange. Das Labor geht davon aus, das die Eltern von den Dreien zum einen ein Mix aus einem Pudel und einem Mischlingshund und zum anderen ein Mix aus einem Chihuahua und einem Mischlingshund waren.

Es fällt uns ein wenig schwer in Sasha, Maira oder Xenia einen Pudel zu sehen oder einen Chihuahua zu erkennen. Wir hatten eher an einen Colli oder Shelty gedacht, aber ein Pudel? oder gar ein Chihuahua? Nee!

Die fünf ähnlichsten Rassen

Es konnten einzelne Vorfahren von Mischlingsrassen der letzten drei Generationen bei Sasha identifiziert werden. Die starke, über viele Generationen geführte Vermischung, machte auch diese Bestimmung nicht ganz einfach. Es wurden in Sashas DNA fünf Rassen mit der größten statistischen Wahrscheinlichkeit identifiziert. Ich zähle sie von höchster bis niedrigster Relevanz auf:

  • Anatolischer Hirtenhund
  • Rat Terrier
  • Yorkshire Terrier
  • Polnischer Niederungshütehund
  • Silky Terrier

Was sagt uns das also für Sasha?

Aus Sashas DNA wurden 321 genetische Marker isoliert. Der Wahnsinn! Da jede Rasse ihre speziellen Marker hat kann, mit Hilfe eines spezellen Computerprogramms, festgestellt werden welche Rassen in den letzten drei Generationen in der jeweiligen zu testenden DNA vertreten sind.

321 genetische Marker, unglaublich!!!

Mein Fazit: Sasha ist ein echter Senf-Hund. Hier hat also scheinbar jede Rasse schon mindestens einmal seinen Senf dazu gegeben. Hier mal ein kleines Video von den Dreien, als sie noch in Griechenland waren. Damals hieß Sasha noch “Lola” und sie ist die Kleine, die einfach keine Zeit für das Fressen hat. Heute ist sie übrigens noch genauso, sie hat für nichts richtig Zeit und möchte am Liebsten überall gleichzeitig mitmischen:

 

Es gibt also Millionen von möglichen Kombinationen. Vom Labor festgehalten werden aber nur die Rassen, die einen bestimmten Vertrauenswert enthalten (Detektionslimit). Und diese sind bei Sasha die vorher genannten fünf Rassen.

Sie würden auch gerne wissen was sich so alles an Rassen in Ihrem Senf-Hund befinden?

Ich muss wirklich sagen, dass sich das Labor richtig Mühe macht und nach Auswertung der DNA nicht einfach nur die „Auwertung“ sendet, sondern auch sehr bemüht ist, alles richtig zu erklären. Es wird eine kleine Ahnentafel erstellt, sodass Sie sich in etwa vorstellen können wie das bei Ihrem Hund gewesen sein könnte. Zudem bekommen Sie ein Zertifikat per Post zugesandt, in dem alles festgehalten ist.

Wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn wir in Sasha weder einen Pudel noch einen Chihuahua sehen können. Aber vermischt mit den anderen Rassen ist ihr heutiges Aussehen absolut denkbar.

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