Cesar Millan – Live in Mannheim – Erlebnisbericht

Seit Langem hingen sie an unserer Pinnwand, die Karten für die Liveshow von Cesar Millan. Am Sonntag war es dann endlich so weit, wir fuhren in die SAP-Arena nach Mannheim. Wir hatten ein wenig erwartet, dass sich dort auch etliche Millan-Gegner tummeln würden, doch dies war nicht der Fall.

Cesar Millan in Mannheim
Heiß ersehnt, nicht ganz günstig, aber lohnenswert

Sehr gespannt warteten wir nun auf das Kommende. Wie sieht so eine Show vom Hundeflüsterer aus? Was würde er auf der Bühne präsentieren? Hat er auch eigene Hunde mitgebracht? Und wie wird er übersetzt?
Nachdem er nicht so ganz pünktlich auf der Bühne erschien, begann das Publikum mittels klatschen und pfeifen sein Erscheinen einzufordern. Darauf schien er gewartet zu haben, denn nun kam er endlich. Die Begrüßung des Akteurs war frenetisch und ging mit Standing Ovation einher. Eine angesagte Pop-Gruppe hätte nicht mehr Jubel erwarten können. Mitgebracht hat er seinen Hund Junior.

Wir waren mit der Reservierung ein paar Tage zu spät...
Plätze waren okay.

César begann damit, von seinem Leben in Mexiko zu erzählen. Wie er aufgewachsen ist und welches Verhältnis er von je her zu den Hunden und zu »Mutter Natur« hatte. Übersetzt wurde er von Steven Gätjen. Doch César sprach ein so deutliches Englisch, dass eine Übersetzung fast überflüssig war.
Alles was César erzählte, ist wohl jedem Fan bekannt. Seine illegale Einwanderung, sein anfängliches Leben in Amerika und sein Traum, der bekannteste Hundetrainer der Welt werden zu wollen. Ausführlich und mit dem von ihm bekannten Humor veranschaulichte er, mit welchen Instinkten Hunde geboren werden. Wie wir diese ignorieren, ihn vermenschlichen und so zu einem unglücklichen und unausgeglichenen Geschöpf degradieren. Er zeigte auf, wie wir richtig mit unseren Hunden agieren sollten.

Schlechte Handyfoto-Qualität...
Schlechte Handyfoto-Qualität…

Ihre Instinkte am Leben erhalten, die richtige Energie beim Umgang mit ihnen einsetzen und sie so zu glücklichen Partnern in unserem Leben zu erheben. All das ist uns, den Anhängern von Cesar, wohl bekannt, dennoch war es etwas ganz anderes, ihn einmal live zu erleben. Alles, was er uns mit auf den Weg gab, kannte ich aus seinen Sendungen und den zahlreichen Büchern, die ich von ihm gelesen habe. Für mich ist er kein Hundetrainer. Vielmehr ist er ein Hundepsychologe, denn er erkennt recht schnell, was bei jedem Hund, der nicht richtig tickt, schief gelaufen ist. In seinen Fällen korrigiert er das Fehlverhalten der Hunde und zeigt den Menschen auf, wie sie künftig richtig agieren müssen, damit dieses Fehlverhalten nicht auftritt. Bei den drei verschiedenen Fällen, die er auf der Bühne zur Schau stellte, verdeutlichte er seine Arbeit.
Insgesamt hat mir seine Show sehr gut gefallen und auch der Spaß-Faktor kam nicht zu kurz.
Nach wie vor kann ich all die Cesar-Gegner- und -Hasser nicht verstehen. Seine Hunde machen einen glücklichen und zufriedenen Eindruck. Sie folgen ihm wortlos und lieben ihn sichtbar. Was in Gottes Namen macht er denn falsch, dass er so viel Missgunst erntet? Seine Methoden lehnen sich an die Gesetze der Natur und können somit kaum falsch sein.
César…., bleib genauso wie Du bist!!!! Wir freuten uns auf die Show – und wir wurden nicht enttäuscht!

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5 Kommentare zu Cesar Millan – Live in Mannheim – Erlebnisbericht

  1. Hallo,
    wir freuen uns schon auf die Show am 12.12.15 und fragen uns, wie lange die Show insgesamt dauert?
    Danke und beste Grüße aus Belgien

    • Hallo Marcel,

      also, wenn ich mich recht erinnere, waren es so gute zwei Stunden samt einem kleinen Päuschen.

      Wünsche viel Vergnügen und würde mich freuen, wenn Du berichtest!

      LG

      Martina

  2. Auch ich war in seiner Show. Mit viel Witz und humorvollen Gesten hat Cesar gezeigt, was der Mensch für ein falsches Bild über Hunde hat. Hunde sind Hunde und Menschen sind Menschen. Jedes Lebewesen hat doch ein Recht auf ein artgerechtes Leben. Das fordern wir in für uns in unzähligen Gesetzen ein. Warum geben wir dann dem Hund nicht auch das was er braucht? Jedenfalls war die Show wirklich gelungen und mir hat es sehr gut gefallen.

  3. War auch in seiner Show, und nein er hat keinen Hund gequält. Eher amüsierte ich mich üner seine Art die dem Hundehalter vor Augen führte, was alles an unnützem Zeug mit zum Gassi gehen genommen wird. Es stimmt ja auch so, viele Menschen glauben dass der Hund all das zu seiner Unterhaltung braucht. Wozu eigentlich? Gassi gehen bedeutet das kleine oder große Geschäft zu machen und mit Artgenossen zu balgen oder den neuesten Klatsch und Tratsch zu veranstalten, Hund muss ja immer auf dem Laufenden sein was so los ist. Dann werden viele kleine Hunde in Taschen herum getragen, in Mäntelchen und Schuhen verpackt. Wozu?
    Naja, es war in allem eine gelungene Unterhaltungsshow, und so sollte sie ja auch angesehen werden. Es war keine Hundeschulvorführung. Er hat uns einfach einen Spiegel vorgehalten und wir konnten herzlich lachen, weil er Verständnis für so manches Verhalten von uns zu Ausdruck brachte. Ich finde Cesar Millan einfach Klasse.

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