Die Nordseeinsel Baltrum ist die kleinste der Ostfriesischen Inseln. Was macht die Insel aus? Sind Hunde willkommene Gäste? Was macht die kleine aber sehr feine Insel so bleibt? 

Die Anreise nach Baltrum

Wer vom kleinen und beschaulichen Hafen in Neßmersiel mit der Fähre nach Baltrum übersetzt, wird schon bald diesen ganz eigenen Flair kennenlernen. Es ist eine Mischung aus Ruhe und Entspannung. Während Eltern die Fährüberfahrt dazu nutzen, den Weg zum Ferienhaus oder zur Pension auf der Insel zu planen, schauen Kinder über die Reling und bestaunen die vor Norderney liegenden Seehunde. Diese schauen den Vorbeireisenden hinterher, springen ins salzige Wasser der Nordsee oder aalen sich in der Sonne.

Die Ankunft auf einer autofreien Insel

Auf der Insel angekommen, wartet bereits die erste Besonderheit Baltrums auf die Urlauber. Statt mit Bussen oder einer Bahn – wie es zum Beispiel auf Borkum der Fall ist – wird man auf Baltrum mit kleinen Karren abgeholt. Entweder stehen die Vermieter der Ferienwohnung selber am Anleger und begrüßen die Gäste mit einem freundlichen „Moin!“ – oder aber sie haben die Karren mit Hausbezeichnung am Hafen abgestellt. Das Haus zu finden ist manchmal ein wenig schwierig, da es auf der kleinen Insel weder Straßennamen noch klar nachvollziehbare Hausnummern gibt. Zumindest auf den ersten Blick erscheint das Hausnummerngewirr seltsam. Denn jedes Haus auf Baltrum erhält seine Hausnummer nach der Fertigstellung. So kann es sein, dass neben der Hausnummer 13 die Hausnummer 147 zu finden ist.

Hund auf Baltrum

Bild von Pixaby @traumhouseeh

Vom Hafen aus die Insel entdecken

Hat man die Fähre verlassen, die Koffer aus den Containern in die Karre gestellt und die ersten Sandkörner in den Schuhen liegen, geht es vorbei am kleinen Flugplatz der Insel in Richtung Nationalparkhaus. Hier befindet sich die erste Kreuzung der Insel und neben Urlaubern mit ihren Karren, Insulanern auf ihren Fahrrädern sind hier oftmals auch die ersten Pferdekutschen zu sehen. Diese bringen Gäste von A nach B, transportieren die Waren für die Einkaufsmöglichkeiten der Insel oder entsorgen den Müll.

Mit dem Hund nach Baltrum – Besonderheiten

Auf Baltrum gibt es keine Autos – perfekt. Das ist einer der Gründe, warum du auf der Insel so herrlich abschalten kannst und keine Sorge haben musst, dass dein Hund zu viele Abgase einatmet oder gar ein Unfall droht.

Gemeinsam mit der Fellnase – fernab der Hektik von Zuhause – lässt es sich wunderbar zur Ruhe kommen. Beachte während der Zeit zwischen März und Oktober die Leinenpflicht auf der gesamten Insel und sammle  immer brav die Hinterlassenschaften deiner Fellnase ein, aber ich meine, meine Leser machen das sowieso 🙂

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Leinenpflicht auf Baltrum?

Baltrum ist eine Familieninsel, ganz klar klappt das Zusammensein deswegen nur, wenn sich jeder wohlfühlt. Besonders zur Ferienzeit sind zahlreiche Klein- und Kleinstkinder auf Baltrum und sollen natürlich ebenfalls eine fantastische Zeit erleben. Deswegen gilt auf Baltrum folgende Regel zur Leinenpflicht:

  • In öffentlichen Anlagen: Ganzjährige Leinenpflicht.
  • Bei Veranstaltungen: Leinenpflicht.
  • Im Hafen: Leinenpflicht.
  • Von Beginn der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien: Innerhalb des Kurbereiches und innerhalb des Ortes gilt Leinenpflicht. (Die Zeiten richten sich nach den Ferien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen).

Fazit

Egal ob du “nur” mit deinem Hund an den Hundestrand (nur im Abschnitt D erlaubt) zum schwimmen gehen möchtest oder lange Wattwanderungen angesagt sind, auf Baltrum hast du jedwede Möglichkeiten hierzu. Da ist es auch egal, dass es seit 2015 auf Baltrum eine Aufenthalstabgabe für Hunde gibt, die pro Tag 1,50 Euro kostet.

Das erwähnte Nationalparkhaus lädt dazu ein, die Vielfalt des Wattenmeers kennenzulernen oder eine Wattwanderung zu machen. Auf den geführten Touren durch das Watt muss dein vierbeiniger Freund jedoch an der Leine bleiben, da ja auch andere Urlauber daran teilnehmen.

 


Martina Pfannschmidt

Martina gehört zur Spezies “wissenschaftsorientiert” und weiß einiges über die sogenannte “Phytotherapie”, also die Pflanzenheilkunde – die im Übrigen nix mit der Homöopathie zu tun hat. Die meisten Texte bezüglich Gesundheit, Krankheiten, Heilpflanzen und Naturstoffe stammen aus ihrer Feder. Alle Texte werden zudem regelmäßig durch eine Tierärztin geprüft.

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