Asthma beim Hund

Asthma beim Hund – dieses Thema beschäftigt mich, seit ich letztens beim Tierarzt saß und ein kleiner Mischlingshund auf seine Kontrolluntersuchung wartete. Die Besitzerin erzählte mir, dass bei ihrem Hund vor einem Jahr Asthma diagnostiziert wurde. Bis dato hatte ich noch nie gehört, dass es Asthma beim Hund gibt. Husten, ja klar – wir hatten letztes Jahr drei kleine hustende Hunde zu versorgen. Besonders Amy ist eine Kandidatin für einen hartnäckigen Husten

Frau Kapriziös trug das wärmende Teil scheinbar gerne..
Frau Kapriziös trug das wärmende Teil scheinbar gerne..

Was ist Asthma?

“Asthma” stammt aus dem Griechischen und wörtlich übersetzt bedeutet es “Beklemmung”. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung der Atemwege. Anfallsartige Atemnot, pfeifender Atem, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und quälender Husten sind die schlimmen Symptome. Die Atemwege sind deutlich empfindlicher gegenüber diversen Reizen (bronchiale Hyperreagibilität) und kennzeichnend ist der Umstand, dass die Beschwerden nicht immer gleich ausgeprägt sind. Es ist typisch für Asthma, dass sich die Beschwerden immer wieder verändern. Teilweise ziehen sich die Symptome zurück, um dann geballt wieder aufzutreten. Mit Medikamenten kann Asthma je nach Ausprägung gut in den “Griff” bekommen werden. Unterschieden werden allergisches Asthma, nicht-allergisches Asthma (intrinsisches Asthma) und gemischtförmige Asthmaformen.

 

Asthma beim Hund

Das ist eher etwas „Neumodisches“, dass auch Hunde an Asthma leiden. Zwar gab es diese Erkrankung bei Hunden vereinzelt auch früher schon, aber das war wirklich nur die Ausnahme.

Die Umweltbelastung durch uns Menschen geht auch am Tier nicht spurlos vorüber. Allein das hohe Aufkommen an Abgasen reizt die Luft und somit atmen nicht nur wir Menschen verunreinigte Luft, auch den Tieren machen diese Umweltreize zu schaffen. Fakt ist, die Fallzahlen an Asthma erkrankten Hunden und anderen Tieren nehmen stetig zu.

Woran erkenne ich ob mein Hund Asthma hat?

Zunächst ähneln die Symptome sehr einer Atemwegserkrankung. Hustenattacken treten anfallartig auf. Zu Beginn noch nicht so häufig, aber das ändert sich recht schnell. Manchmal bis zu mehreren Hustenattacken täglich. Die Hustenattacken werden nun auch intensiver. Manche Hunde bekommen schwer Luft und leiden zunehmend an Atemnot während eines Hustenanfalls. Hinzu kommt ein Würgen, so als würden sie versuchen einen Fremdkörper aus dem Hals loszuwerden.

Nun muss es sich ja nicht in jedem Fall gleich um Asthma handeln, wenn der Hund hustet.
Im August 2014 hatten unsere drei Hunde alle Husten. Auch die Hunde meiner Freundin hatten Husten. Schnell stellte sich heraus, dass eine Virusinfektion umher ging. Wir hatten einfach nur Pech, dass es auch unsere Hunde traf. Nur um Amy machten wir uns große Sorgen, denn während es den anderen beiden mit Medikamenten bald wieder besser ging, wurde es bei Amy erst einmal immer schlimmer. Wir hatten Sorge, dass es chronisch werden könnte. Gott sei dank ging dieser Kelch an uns, vor allem aber an Amy, vorüber.

Asthma diagnostizieren

Bevor das böse Wort in den Mund genommen wird, muss der Tierarzt erst einmal eine eventuelle „einfache Viruserkrankung“ ausschließen.
Wenn dann tatsächlich die Diagnose Asthma gestellt wird, sollte man schnellstens mit der Ursachenforschung beginnen. Vielleicht wird in der Wohnung geraucht, dann kann es am Zigarettenrauch liegen, aber auch Dinge wie Putzmittel, Dämpfe oder Schimmelpilz kommen für die Ursache in Frage. Das ist eine wahre Sisyphusarbeit und in den meisten Fällen führt es zu keinem Ergebnis.

 

Behandlung

Die Ursachenforschung ergab keinen Treffer, somit muss der Hund also medikamentös behandelt werden. Arzneimittel, die die Entzündung bekämpfen, sollten in aller Regel keine Dauermedikation sein, da sie meist mit starken Nebenwirkungen verbunden sind. Permanente Einnahmen von Tabletten oder Gabe von Spritzen sollten also nicht zum Einsatz kommen.
Inhalationen über entsprechende Masken sind hier die Wahl der Mittel. Das Medikament gelangt ausschließlich dahin wo es hin soll – in die Luftwege. Nebenwirkungen sind somit ausgeschlossen. Am besten beim Tierarzt aufklären lassen!

Macht das mein Hund mit?

In der Regel lernen Hunde recht schnell, dass von der Maske keinerlei Gefahr ausgeht. Natürlich muss umsichtig und mit viel Lob daran gearbeitet werden. Der Hund erlernt schnell, dass ihm diese Maske einen immensen Vorteil bringt. Er fühlt sich besser, bekommt besser Luft und muss deutlich weniger husten. Dieses positive Gefühl der Wohltat lässt den „Schrecken“ der Maske schnell vergessen.

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