Tiere und Bäume im Winter – 4 Beispiele

Bäume im Winter.

Haben Sie sich schon mal überlegt, welche Überlebensstrategien einheimische Wildtiere und Nadelbäume in unseren Wäldern haben? Was passiert da draußen, wenn sich eine dicke Schnee- und Eisschicht in dem natürlichen Lebensraum „Wald“ ausbreitet?

Einheimische Tiere und Nadelbäume im Winter – 4 Beispiele

  • Feldhasen

Feldhasen sind Einzelgänger und selbst im eisigsten Winter bleiben sie ohne eine Behausung. Die Tiere sind mit einem dichten Pelz ausgestattet, der einzige Schutz gegen die Kälte. Den Tag verbringen Feldhasen schlafend in windgeschützten Mulden und in der Nacht gehen Sie auf Futtersuche.

Feldhasen haben es nicht leicht.
Feldhasen haben es nicht leicht.

Auf dem Speiseplan stehen Wintersaaten, Sommergetreide – etwa Klee, Mais, Gras oder Kräuter. Kohl- und Rübenpflanzen werden ebenfalls sehr gerne verspeist und auch die zarte Rinde von jungen Bäumen wird gerne angeknabbert.

  • Rehe

Rehe haben einen hervorragenden Wintermantel: Sie sind mit dichter Unterwolle ausgerüstet und mittels der langen, hohlen Fellhaare entsteht quasi ein Polster, gefüllt mit warmer Luft. Zusätzlich sorgt Schnee für einen weiteren Wärmeeffekt, denn Schneeflocken bestehen zu mehr als 90% aus Luft und isolieren deswegen zusätzlich. Das ist der Grund, warum sich Rehe am Abend gerne einschneien lassen. Rehe scharren sich ihr Futter unter dem Schnee frei, sie leben rein vegetarisch und ernähren sich von Eicheln, Beeren, Triebe von Laubbäumen oder Holunder.

Rehe, unsere Waldbewohner.
Rehe, unsere Waldbewohner.

Stellt sich ein Winter als extrem kalt und schneereich heraus, werden die Tiere von Förstern zugefüttert, auf einem Ihrer Spaziergänge haben Sie die Heuraufen mitten im Wald sicher schon öfter gesehen.

  • Eichhörnchen

Das Eichhörnchen war den ganzen Herbst mit dem Sammeln von Wintervorräten beschäftigt. Ist der Winter angekommen, drosselt es seine Aktivitäten. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren hält es jedoch keinen Winterschlaf, sondern eher eine Winterruhe.

Eichhörnchen, niedliche Gesellen
Eichhörnchen, niedliche Gesellen

Eichhörnchen verbringen die meiste Zeit der Wintermonate in ihrem Kobel – so wird das Nest der Tiere genannt – und ihre Futteraktivität beschränkt sich auf ein bis zwei Stunden pro Tag. Sie finden zwar die meisten ihrer Verstecke nicht mehr, doch da sie und ihre Artgenossen in rauen Mengen Vorräte anlegten, lässt sich genügend aufspüren. Eichhörnchen haben eine hervorragende Nase und sie „erriechen“ Futter sogar noch unter einer 30 Zentimeter dicken Schneedecke.

Bäume im Winter

Dass Laubbäume ihre Blätter abwerfen, um dadurch gut über den Winter zu kommen, ist hinreichend bekannt. Was aber ist mit Nadelbäumen? Bei den Nadeln handelt es sich zwar auch um „Blätter“, doch diese haben eine ganz andere Funktion: Das spärliche Sonnenlicht wird in Energie umgewandelt. Die Nadeln verfügen über eine Art von Zucker, der die gleiche Wirkung wie ein Frostschutzmittel hat. Dadurch gefriert das Wasser in den Zellen nicht und der Baum muss somit die Nadeln nicht abwerfen. Ausnahme: die Lärche. Es ist der einzige Nadelbaum, der sich im Herbst in die Reihe der Laubbäume einreiht und seine Nadeln abwirft. Aber das ist mir einen extra-Artikel wert – Fortsetzung folgt!

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Bäume im Winter.
Bäume im Winter.

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