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Einen Zitronenbaum selber ziehen

Gehören Sie zu den geduldigen Zeitgenossen? Gut, denn diese Charaktereigenschaft benötigen Sie, wenn Sie die Früchte eines selbst gezogenen Zitronenbäumchens ernten möchten. Mit der eigenen Aufzucht durch Samen erhalten Sie zwar nicht die prallen Früchte, wie Sie Ihnen aus der Obstabteilung Ihres Supermarktes bekannt sind, aber was macht das schon? Spaß macht es allemal und ein Zitronenbaum ist zweifelsohne eine schicke Pflanze!

Inhaltsverzeichnis

Zitronenpflanze - zwei Wochen alt.

Es ist relativ leicht, einen „Wildling“ als Zitronenbaum selbst zu ziehen. Sie benötigen dafür die Kerne einer Zitrone, ein geeignetes Anzuchtgefäß, bestenfalls Kokos-Substrat und ein warmes, helles Plätzchen.

Die ersten Schritte der Zitronenbaum-Zucht

  • Kaufen Sie eine möglichst gesunde, pralle Zitrone, die das Bio-Siegel trägt. Denn die “normalen” Zitronen haben oft nur wenige, verkümmerte Kerne, die kaum eine Pflanze hervorbringen dürften.
  • Schneiden Sie die Zitrone auf und lösen Sie die Kerne vorsichtig vom Fruchtfleisch. Am besten legen Sie die gewünschte Anzahl auf ein Tellerchen.
  • Unter den Zitronenpflanz-Freunden wird kontrovers diskutiert, ob man die Kerne abwaschen soll oder nicht. Da offensichtlich beide Methoden zum Ziel führen können, ist es wohl nicht unbedingt ausschlaggebend. Ich persönlich wasche und trockne die Kerne ab. Unbedingt ein Sieb verwenden!

Das Einbringen der Kerne in das Substrat

  • Nachdem die Kerne soweit vorbereitet sind, können sie in das Substrat eingebracht werden. Als Tipp gilt die Verwendung von Kokos-Substrat. Dieser Nährboden ist durch seine wasserspeichernde Eigenschaft ideal.
  • Wenn Sie kein Kokos-Substrat im Haus haben, können Sie zur Not normale Pflanzenerde verwenden – oder Sie lagern die Kerne bis zum Kauf von Kokoserde im Kühlschrank, wo sie etwa zwei bis vier Wochen haltbar sind.
  • Bei Verwendung von Kokos-Substrat lassen Sie das Substrat gemäß den Herstellerangaben quellen und befüllen Sie damit Ihr Anzuchtgefäß. Dabei kann es sich um einen Joghurtbecher, ein Anzuchtgefäß oder einen Eierkarton handeln.
  • In das aufgequollene Substrat bohren Sie nun ein kleines Loch in der Mitte. So tief, dass der Zitronenkern darin gerade so unter der Oberfläche verschwindet. Es ist empfehlenswert, pro Anzuchtgefäß einen Kern zu verwenden, denn die spätere Trennung ginge kaum ohne Wurzelschäden ab.

Gut Ding will Wasser und Wärme haben

  • Im nächsten Schritt haben Sie die Wahl zwischen zwei „Anfeucht-Verfahren“. Da Ihr Pflanzengefäß unten ein oder mehrere Löcher hat, stellen Sie das Ganze für rund eine halbe Stunde in ein größeres mit Wasser gefülltes Gefäß.
  • Als zweite Möglichkeit können Sie das Substrat mit dem Sprüher befeuchten. Sprühen Sie mit Maß und Ziel, Ihre Kerne möchten weder ertränkt werden noch steht ihnen der Sinn nach einem frühen Austrocknungstod.
  • Jetzt fehlt nur noch ein warmes Plätzchen. Bis die Kerne keimen, spielt die Helligkeit keine Rolle. Erst, wenn sich Ihnen ein winziges grünes Etwas entgegen reckt, benötigen die keimenden Samen Helligkeit. Halten Sie das Substrat feucht. Die Betonung liegt auf „feucht“, denn Nässe vertragen die aufkeimenden Samen nicht.
  • Bei Verwendung von Joghurtbechern oder ähnlichem können Sie eine Folie über den Rand ziehen, damit sich ein kleiner Treibhaus-Effekt bildet. Dementsprechend weniger wird natürlich gegossen. Sie sehen nach recht kurzer Zeit, wie die Folie beschlagen ist, Das ist das Zeichen, dass der Treibhaus-Effekt begann.

Der züchterische Erfolg

  • Wie es weitergeht? Sie schauen jeden Tag hoffnungsfroh zu Ihren eingepflanzten Samen und freuen sich, wenn ein Zitronenbaum zu sprießen beginnt. In den ersten Lebensmonaten wird das Zitronenbäumchen übrigens nicht gedüngt, denn in den Samen befinden sich genügend natürliche Nährstoffe.
  • Wird das Anzuchtgefäß zu klein, dann topfen Sie die Pflänzchen vorsichtig um. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt, wenn an dem Guckloch am Boden eine Mini-Wurzel sichtbar wird. Einen Eimer oder eine Schale für die Ernte stellen Sie frühestens in 5 – 15 Jahren bereit, denn so lange dauert es, bis an einem Zitronenbaum-Wildling ein winziges Früchtchen hängt. Wenn Sie lieber auf einen Orangenbaum setzen möchten, dann finden Sie hier eine entsprechende Anleitung (die sich aber nicht sonderlich von der hier unterscheidet).

Und wenn es gar nicht klappt, gibt es ja immer noch tolle Exemplare zum Kaufen:

Zitronen- und Calamondin Kollektion x 2
32 Bewertungen
Zitronen- und Calamondin Kollektion x 2
  • Lieferung von 01-10 bis 31-12
  • Lieferhöhe inkl Topf ca. 20 - 30 cm
  • Blütezeit März - Mai
  • Erntezeit September - Oktober
Citrus limon, Zitronen-Stämmchen, 1 Pflanze
3 Bewertungen
Citrus limon, Zitronen-Stämmchen, 1 Pflanze
  • Wuchshöhe: bis 1,5 m
  • Standort: Sonnig
  • Pflanzung: ganzjährig (Indoor)
  • Pflege: Normaler Pflegeaufwand
  • Hinweis: Pflanzen sind Naturprodukte und können daher von der Abbildung in Form, Größe, Farbe und Aussehen abweichen

Letzte Aktualisierung am 24.09.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

 

 

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4 Kommentare zu Einen Zitronenbaum selber ziehen

  1. Liebe Martina

    Vielen Dank für deine Anpflanzanleitung! Ich habe jedoch gelesen, dass beim Ziehen vom Samen bis zu 4 Jahre warten muss, bis die leckeren Zitronen wachsen.. ist das etwas dran?

    Liebe Grüsse
    Simone

    • Hallo Simone,

      vielen Dank für Deinen Beitrag und Deinen Link. Schade, dass Du den Artikel nicht gelesen hast – dort findest Du die Antwort zweimal…:)

      LG

      Martina

    • Hallo,

      hmmm, ich vermute jetzt einfach mal, dass der gekaufte Zitronenbaum mit speziellem Dünger hochgezogen wurde. Und da er diesen Dünger nun nicht mehr hat, wachsen auch keine Früchte mehr. Das ist oft das Problem mit Pflanzen. Im Laden stehen sie top da und kaum hat man sie daheim, beginnen die Probleme. Vielleicht einfach mal dort nachfragen, wo Du ihn gekauft hast?

      LG

      Martina

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