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Die Madagaskarpalme – Pflege und Haltung

Die "Palmwedel"

Die Madagaskarpalme ist mit der Wüstenrose und dem Oleander eng verwandt. Die exotische Schönheit weist einen recht dicken Stamm auf und ihre Blätter gleichen der einer Miniatur-Palme. Blüten gibt es allerdings erst, wenn die Pflanze ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Inhaltsverzeichnis

Die Madagaskarpalme – eine exotische Schönheit

Madagaskarpalme
Madagaskarpalme

Ursprünglich stammt die Madagaskarpalme aus den subtropischen Regionen Afrikas und in “freier Wildbahn” erreicht die Pflanze eine stolze Größe von rund acht Metern. Keine Sorge, in Ihrem heimischen Wohnzimmer wird die als Zimmerpflanze kultivierte Madagaskarpalme höchstens einen Meter groß.

Übrigens ist die Madagaskarpalme giftig, doch durch ihr stacheliges Kleid verirrt sich wohl weder Kind, Hund noch Katze an die Pflanze aus der Gruppe der Hundsgiftgewächse. Doch zur Sicherheit sollten Sie die Exotin außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufstellen.

Der Standort der Madagaskarpalme

Sie möchte hell stehen – am liebsten hat sie volle Sonnenbestrahlung mit entsprechender Wärme. Im Sommer freut sie sich, wenn sie ein Plätzchen im Freien bekommt – und dankt es mit einem starken Wuchs. Doch Vorsicht: Nachtfrost sollte es definitiv nicht mehr geben, denn damit hat das Gewächs ein echtes Problem. Dafür muss sie im Winter nicht an einen kühlen Platz gebracht werden, wie so viele andere Zimmerpflanzen, denn sie verträgt die trockene Heizungsluft ausgesprochen gut.

Sommersitz meiner kleinen Madagaskarpalme.
Sommersitz meiner kleinen Madagaskarpalme.

Welche Erde bevorzugt die Palme?

Der Madagaskarpalme ist es wichtig, dass das Substrat durchlässig ist. Sie können also handelsübliche Zimmerpflanzenerde verwenden. Sollte diese eine zu hohe Dichte aufweisen, dann mischen Sie sie einfach mit etwas Sand. Oder Sie nutzen gleich reine Kakteenerde, auch darin fühlt sich die Zimmerpflanze wohl.

Gießen und Düngen

Wie alle Sukkulenten möchte die Madagaskarpalme nicht allzu viel Wasser. Wenn Sie möchten, dass Ihr Pflänzchen schnell wächst, geben Sie ihr in den warmen Sommermonaten etwas mehr Wasser – doch das darf keinesfalls zu Staunässe führen. Im Gegensatz dazu verträgt die Palme auch einmal eine längere Trockenzeit problemlos. Sie können also beruhigt in den Urlaub fahren, die Madagaskarpalme wird es ohne Schaden überstehen.
Im Winter reduzieren Sie die Wasserzufuhr deutlich. Beobachten sie das Gewächs – beginnt sie, ihre Blätter abzuwerfen? Damit ist die Trockenperiode eingeläutet, was eben dieses wenige Gießen begründet. Sobald sich im Frühjahr wieder die ersten Triebe zeigen, erhöhen Sie die Wassermenge.
Von Mai bis August versorgen Sie die Pflanze mit ein wenig Kakteendünger. Die Häufigkeit sollte sich so auf einmal monatlich einpendeln. Eine Überversorgung mag sie ebenso wenig wie eine Unterversorgung.

Der Umzug in ein größeres Gefäß

Im Laufe ihres Lebens muss die Madagaskarpalme auch mal umgetopft werden. Im Schnitt wird das alle zwei Jahre der Fall sein, denn dann ist die Kapazität des Wurzelballens im Topf erreicht. Der beste Zeitpunkt ist hier das Frühjahr, doch bevor es losgeht, sollten Sie auf einige Dinge achten:

Um Staunässe zu vermeiden, sollte der neue Topf über ausreichend Abzugslöcher verfügen.
Legen Sie einige Tonscherbe über diese Abzugslöcher, damit diese nicht durch klumpende Erde verstopfen können.
Heben Sie die Palme am besten mit Arbeitshandschuhen aus ihrem alten Gefäß und setzen Sie sie vorsichtig in den neuen Topf.
Drücken Sie die Erde gut fest und gießen Sie sie etwas an.

Madagaskarpalme
Madagaskarpalme

So können Sie die Palme vermehren

Sie haben ein besonders prächtiges Exemplar, das über Seitentriebe verfügt? Perfekt, dann sind alle Voraussetzungen zur “Zucht” geschaffen. Schneiden Sie einen Seitentrieb mit einem scharfen Messer ab. Lassen sie den abgeschnittenen Trieb am besten über Nacht trocknen, bevor Sie ihn in ein mit Anzuchterde befülltes Gefäß pflanzen. Nun kommt es ein wenig auf die Luftfeuchte an, ob und wie schnell der Steckling wurzelt. Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, umso schneller geht es.
Am effektivsten ist es, wenn Sie den Steckling unter einer Plastikhaube verschwinden lassen. Nehmen Sie zwei oder drei Holzstäbchen und stecken Sie diese an den Rand und ziehen Sie darüber die Plastikhaube. Die Haube binden Sie um den Topf herum mit einem Faden oder einer Schnur zusammen. So entsteht quasi ein Mini-Klimaeffekt im Inneren.
Jetzt werfen Sie hin und wieder ein Auge auf Ihren Schützling. Bilden sich neue Wurzeln? Oder kommen neue Blätter? Dann darf der Steckling in ein normales Gefäß gepflanzt werden.

Die "Palmwedel"
Die “Palmwedel”

Kranke Pflanze – was tun?

Besonders Läuse fühlen sich an und auf der Madagaskarpalme wohl. Wenn Ihr Exemplar im Freien steht, sorgen meist die natürlichen Feinde dafür, dass Ihre Palme verschont wird. Das sind etwa die Marienkäfer, die Wespen oder die Ohrwürmer. Sehen Sie jedoch weiße Pünktchen auf Ihrer Pflanze, ist akute Hilfe erforderlich. Nehmen sie eine kleine Bürste und schrubben Sie die Blätter und den Stamm vorsichtig ab. Anschließend geben Sie auf einen Liter lauwarmes Wasser einen Esslöffel Schmierseife und waschen Sie damit die Palme ab. Dies sollte die kleinen gefräßigen Blattläuse endgültig vertreiben.

Verliert Ihre Palme ohne erkennbaren Grund ihre Blätter, sollten Sie die Flüssigkeitszufuhr beobachten. Wurzelfäule entsteht gerne dann, wenn die Pflanze zu viel gegossen wird und sie zudem noch auf kaltem Boden steht. Die Blätter nehmen eine schwärzliche Färbung an, bevor sie ausfallen. Als erste Maßnahme reduzieren Sie die Wassergabe resolut, um genau zu sein, für einige Zeit gießen Sie überhaupt nicht. Erst, wenn sich die Pflanze sichtlich erholte, geben Sie ihr wieder vorsichtig Wasser.

Grundsätzliches

Die Madagaskarpflanze scheint wie geschaffen für Menschen, die keinen grünen Daumen haben. Sie ist pflegeleicht und sie verzeiht den ein oder anderen Fehler, ohne nachtragend zu sein. Ihre Schönheit verleiht jedem Raum und jedem Balkon eine exotische Note.

Madagaskarpalme
Madagaskarpalme

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