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Der Brocken – Charakteristik eines Berges

Der Brocken ist mit 1142 Höhenmetern der höchste Berg Norddeutschlands und des Mittelgebirges. Er liegt mitten im 1990 gegründeten Nationalpark Harz und im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt, etwa 12 Kilometer südwestlich der Stadt Wernigerode.

Der Brocken zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Mitteldeutschland und wenn Sie Glück haben, präsentiert sich Ihnen ein über 100 Kilometer weiter Ausblick. Allerdings ist dazu wirklich sehr viel Glück nötig, denn der Nebel ist ein guter Freund des Brocken, er besucht den Berg an durchschnittlich 330 Tagen im Jahr. Doch dazu später mehr.

Rauf auf den Berg – der Brocken im Harz ist ein Erlebnis

Ihnen stehen zwei Möglichkeiten zur “Gipfelstürmung” offen. Entweder Sie gehen zu Fuß oder Sie fahren mit der Brockenbahn. Dieser Schmalspurbahn wurde im Jahre 1992 neues Leben eingehaucht und auf der knapp einstündigen Fahrt vom Bahnhof „Drei Annen Hohne“ bis zum Bahnhof Brocken präsentiert sich Ihnen der Nationalpark Harz als eindrucksvolle Kulisse.

Starten Sie Ihren Ausflug in Wernigerode, Nordhausen, Harzgerode oder Quedlinburg und fahren Sie mit der Harzquerbahn bis zur Station Drei Annen Hohne oder gleich in das 685 Meter hoch gelegene Schierke, eine weitere Station der 700 PS starken Dampfmaschine.

Wenn Sie genügend Kondition haben, dann meistern Sie den Aufstieg zu Fuß. Eine der beliebtesten Wanderrouten führt von Schierke aus über das Eckerloch in die luftigen Höhen des Brockens. Denken Sie an festes Schuhwerk, denn Steine und Wurzeln säumen den steilen Weg. Der Wanderpfad ist mit einem grünen Kreuz in einem Viereck markiert und beginnt sanft ansteigend über die Brockenstraße durch den Ort Schierke. Bald schon erreichen Sie das Ortsende von Schierke. Hier finden Sie eine Jugendherberge, eine Nationalpark-Info, einen Parkplatz und Hinweistafeln zu Wanderwegen und dem Wandernetz rund um die Region. Zudem ist ab hier Schluss für den öffentlichen Verkehr. Wandern Sie einfach auf der Brockenstraße weiter in Richtung „Eckerloch“ und folgen Sie der Markierung, die Sie rechts am Wasserwerk vorbeiführt und auf den steilen Weg entlang des Baches „Schluftwassers“ mitnimmt. Jetzt geht es bis zum Rastpunkt Eckersloh und darüber hinaus aufwärts. Nach Erreichen des Brockengipfels liegen satte sechs Kilometer hinter Ihnen. Nichts besonderes? In Anbetracht dessen, dass Sie dafür 500 Höhenmeter überwunden haben, eine stolze Leistung, nicht wahr?

Das Klima auf dem Brocken

Extrem – mit diesem einen Begriff wird das Klima auf dem Brocken bestens beschrieben. Die klimatischen Bedingungen auf dem Berg im Harz haben nichts mit dem übrigen Deutschland gemein. Da der Gipfel des Brocken über der natürlichen Baumgrenze liegt, pfeifen die Winde ungehemmt über die Höhenlage und sie bringen reichlich Niederschlag mit. Das Klima auf dem Brocken entspricht den isländischen klimatischen Verhältnissen – kurze Sommer und lange Winter.

Der Durchschnitt der Temperatur über das Jahr gerechnet liegt bei 3 Grad. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur 10,1 Grad. Im Mai schafft es das Thermometer meist, in den Plusbereich zu gelangen. Als beste Reisezeit gilt der Zeitraum zwischen Juni und September. Die klare Bergluft erwärmt sich auf durchschnittlich 14 Grad, was den Niederschlag dennoch nicht abhält. Ein weiterer Blick auf die Statistik verrät, dass es an 243 Tagen im Jahr auf dem Brocken schneit oder regnet und an etwa 330 Tagen dichter Nebel über die Region zieht. Aber was macht das schon, vielleicht haben Sie Glück und erwischen einen dieser Tage, an denen einfach nur die Sonne über dem Brocken lacht? Übrigens – die vorhin angesprochene Fernsicht über 100 Kilometer, die gibt es an etwa 6 Tagen im Jahr. Finden Sie heraus, an welchen!

Flora und Fauna auf dem Brocken

Eine Besonderheit ist der Brockengarten. Dieser im Jahre 1890 angelegte botanische Garten auf der Kuppe des Brockens, beherbergt seltene pflanzliche Hochgebirgs-Arten aus aller Welt. Sie haben die Möglichkeit, den Garten mit einem Ranger oder mit dem Brockengärtner zu bestaunen.

In „freier Wildbahn“ wachsen auf dem Brocken so typische Gewächse wie die Brockenanemone, die Brockenblume oder das Brockenhabichtskraut. Schauen Sie sich auf dem Gipfel aufmerksam um und Sie finden Isländisches Moos, Wollgräser, Sonnentau, Blutwurz, Bärlapp oder Krähenbeeren, das hierzulande auch als „Brockenmyrte“ bezeichnet wird.

Auf dem Gipfel des Brockens haben der Wiesenpieper und die Ringdrossel eine Heimat gefunden. Frösche, Eidechsen, Fledermäuse und besonders viele Käferarten haben sich der rauen Landschaft des Brockens perfekt angepasst. Was bedeutet das? Nehmen Sie Ihre Kamera mit und packen Sie Ihren Müll wieder ein, was sowieso eine Selbstverständlichkeit ist, nicht wahr?

 

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